Schizophrenie - Ursachen
Ursachen
Trotz intensiver Forschung ist die genaue Ursache der Schizophrenie nach wie vor unbekannt. Da mehrere Auslöser diskutiert werden, bezeichnen die Forscher das bunte Erscheinungsbild als multifaktoriell.
- Studien haben ergeben, dass Erbanlagen bei der Entstehung der Schizophrenie beteiligt sind: Bei Verwandten Schizophrener nimmt mit wachsendem Verwandschaftsgrad das Erkrankungsrisiko zu - bei eineiigen Zwillingen auf über 50 Prozent. Allerdings war es bislang nicht möglich, den Genort für diesen Defekt zu bestimmen.
- Auch Schädigungen im Mutterleib (Perinatale Schädigungen) können zur Erkrankung beitragen. Schuld sind oftmals Viren, die besonders während des ersten Schwangerschaftsdrittels die Hirnentwicklung stören können.
- Auch so genannte psychosoziale Faktoren werden als Verursacher oder Mitauslöser beschrieben. Hierzu zählen: Broken-home, Störungen im Rollengefüge der Familie, krankhafte Kommunikationsmuster innerhalb der Familie, High-expressed-emotion-Familien.
- Gleichzeitig scheint eine Störung des zur Übertragung von Signalen im Nervensystems notwendigen Botenstoffs Dopamin eine wichtige Rolle zu spielen: Versuche an Ratten bestätigen diese Annahmen. Wurden ihnen Substanzen verabreicht, die die Wirkung von Dopamin verstärken, entwickelten die Tiere gestörte Verhaltensweisen. Auf diesem Dopamin-Mechanismus beruht auch die Therapie der Schizophrenie mit Neuroleptika.
Der Beginn der Erkrankung kann durch Pubertät, Schwangerschaft oder besondere Belastungen - wie Stressereignisse, Drogenkonsum oder Familienprobleme - ausgelöst werden. Frauen erkranken im Vergleich zu Männern später.
Ob jemand an einer Schizophrenie erkranken wird, lässt sich jedoch heute noch nicht voraussagen.
Was bekannt ist:
- Je akuter der Beginn, je deutlicher situative Auslöser erkennbar sind, desto günstiger ist die Prognose.
- Je schleichender sich eine Schizophrenie entwickelt und je später sie entdeckt wird, desto ungünstiger ist die Prognose für eine vollständige Heilung.
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