Alzheimer-Demenz / Morbus Alzheimer - Ursachen
Ursachen
Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind bisher nicht geklärt, und so ist auch eine an den Ursachen ansetzende Therapie nicht möglich.
Die Medizin geht heute davon aus, dass die Alzheimer-Krankheit eintritt, wenn mehrere Schädigungsfaktoren zusammenkommen. Außerdem besteht bei den Patienten vermutlich eine Disposition für diese Erkrankung. Die genaue Ursache für Alzheimer ist aber nach wie vor nicht geklärt.
Im Mittelpunkt des Interesses bei der neurobiologischen Ursachenforschung stand in den letzten Jahren das so genannte Amyloid-Protein, welches in herdförmigen Ablagerungen des Hirnmantels, in den so genannten Plaques, enthalten ist. Allerdings findet sich dieses Amyloid nicht nur bei Alzheimer-Kranken, sondern auch bei älteren, nicht dementen Menschen. Es müssen zum Amyloid also offenbar noch andere Krankheitsfaktoren hinzukommen.
Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass es bei Alzheimer-Patienten zu einem Absterben der Nervenzellen kommt. Erst 2007 haben Göttinger Wissenschaftler herausgefunden, dass die Nervenzellen nicht untergehen, sondern in ihrer Funktion gestört werden. Der Grund sind Eiweißablagerungen an den Synapsen , welche die Signalübermittlung zwischen den Nervenzellen hemmen und den Energiefluss stören. In Folge verkümmert die Empfängerseite von Signalen in den Synapsen und die Knospen der Nervenzellfortsätze ziehen sich zurück. Die Nervenzellen selbst überleben aber zunächst. Dadurch eröffnet sich nun die Möglichkeit, in Zukunft Therapien gegen die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln.
| zurück | zur Übersicht | weiter |
|---|




