Osteoporose - Ursachen

Bei der Osteoporose haben die Knochen ihre Festigkeit verloren. Sie drohen sogar bei alltäglichen Aktivitäten zu brechen. Hier finden Sie alles zum Thema.


Ursachen

Sehr unterschiedliche Ursachen können zu einem Verlust an Knochenmasse führen. Ist die Ursache nicht eindeutig festzustellen, spricht man von einer primären Osteoporose. Wenn es möglich ist, eine Osteoporose auf eine bestimmte Einzelursache zurückzuführen, nennt man die Osteoporose sekundär.

Primäre Osteoporose

Beim größten Teil der Patienten kann jedoch die Ursache nicht so eindeutig beschrieben werden, weil sie zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht mehr nachweisbar ist. Hier spricht man von einer primären Osteoporose und meint damit, dass die individuelle Krankheitsentstehung weit gehend unklar ist. Es lassen sich jedoch meist ein oder mehrere Risikofaktoren erkennen, die zur Entstehung der Osteoporose beigetragen haben.

Es gibt zwei Typen primärer Osteoporose:

Typ-I-Osteoporose

Die Typ-I-Osteoporose betrifft ausschließlich Frauen. Etwa acht bis zehn Jahre nach der letzten Regel, der Menopause, kommt es zum ersten Knochenbruch vor allem der Wirbelkörper von Brust- und Lendenwirbelsäule. Von dieser Osteoporose sind rund ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren betroffen.

Typ-II-Osteoporose

An dieser Form können auch Männer erkranken. Jenseits des 70. Lebensjahres kommt es zum ersten Knochenbruch, der an Wirbelkörpern und Röhrenknochen auftreten kann. Sehr häufig sind Oberschenkelhalsbrüche. Die Typ-II-Osteoporose wird auch senile oder Altersosteoporose genannt. In diesem Alter sind vor allen Bewegungsmangel, Mangelerscheinungen oder eine erbliche Veranlagung die Hauptursachen.

Die Einteilung in Typ I und Typ II wird nach wie vor benutzt, verliert aber zunehmend ihre Berechtigung, weil es zu einem hohen Überlappungsbereich kommt.

Osteoporose des Mannes

Beim Mann kann es gelegentlich dazu kommen, dass die Hoden das männliche Sexualhormon Testosteron nicht mehr ausreichend produzieren (Hypogonadismus). Die sekundären Geschlechtsmerkmale werden dann beeinträchtigt. Verringerter Bartwuchs, Verlust von Achsel- und Schambehaarung, Potenzstörungen und Zeugungsunfähigkeit können die Folge sein. Häufig erkranken diese Männer auch an Osteoporose. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron ist wie das Östrogen bei den Frauen mit dafür verantwortlich, dass Kalzium in den Knochen eingebaut wird.

Sekundäre Osteoporose

Bestimmte Arzneimittel können als unerwünschte Nebenwirkung das Risiko für Osteoporose erhöhen. Das sind meist Vertreter der Gruppe der entzündungshemmenden Glukokortikoide (Kortison), die zum Beispiel zur Behandlung von Asthma und Rheuma eingenommen werden müssen. Auch Schilddrüsenhormone (in zu hohen Dosen) können eine Osteoporose nach sich ziehen. Wenn diese Medikamente über längere Zeit eingenommen werden müssen, sollte der Arzt darauf achten, dass einer Osteoporoseentstehung vorzubeugen ist.

Langjährige Störungen der Nahrungsaufnahme durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, des Darms, der Leber, der Nieren, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), sowie Tumorerkrankungen und Hormonstörungen können das Krankheitsbild einer Osteoporose erzeugen.

Ist die Osteoporose aufgrund solcher Störungen entstanden, nennt man sie sekundäre Osteoporose.

Quelle: Springer Medizin
Seite empfehlen:
A A A
Ärzte Zeitung - DIE Tageszeitung für die Praxis

Täglich Neue Forschungsergebnisse zu medizinischen Themen: Vorbeugen, Erkennen, Behandeln.
www.aerztezeitung.de

Twitter

Twitter

Folgen Sie uns auf Twitter!

Bekommen Sie täglich News in Ihrem Twitter-Feed und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Hier geht's zu unserer Twitter-Seite

Kooperationspartner

cover_wissen_und_gesundheit_3_2011

Wissen & Gesundheit

Das Magazin für mehr Lebensqualität.

  • Gesund auf Reisen
    Zu Urlaubsvorbereitung gehört auch, Gesundheitsrisiken vorzubeugen.
  • Den Erfolg im Visier
    Magdalena Neuner findet die richtigen Rezepte, Leistungsdruck und Entspannung zu vereinbaren.
  • Dem Herzen Gutes tun
    Herzgesund leben ist nicht schwer – und lohnt sich immer!

Wissen & Gesundheit