Bauchspeicheldrüsenentzündung / Pankreatitis - Therapie
Therapie
Die Behandlung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung erfolgt in der Klinik. Erste Maßnahmen dienen auf der einen Seite der Stabilisierung des Patienten (Substitution von Flüssigkeit und Elektrolyten) und dem Verhindern eines Organversagens und zum anderen einer möglichst wirksamen Behandlung der begleitenden Schmerzen.
Eventuell vorliegende Gallensteine werden entfernt (ERCP), Organveränderungen, wie sie etwa in Gestalt von Flüssigkeitsansammlungen in vernarbten Bereichen des Organs (Pseudozysten) als Folge einer chronischen Pankreatitis auftreten können, werden nach Möglichkeit durch Einlage von Drainageschläuchen behoben. Gelingt dies nicht, bestehen Einengungen von Gallenwegen bzw. des Pankreasgangs oder müssen Teile der Bauchspeicheldrüse entfernt werden, ist eine Operation erforderlich.
Begleitend wird eine „Ernährungstherapie“ vorgenommen. Dabei kommt meist entweder eine Mischung aus parenteraler (künstliche Ernährung ohne Einbezug des Darms) und enteraler Ernährung (Magensonde), eine rein enterale Ernährung oder aber eine orale Ernährung mit langsamem Kostaufbau zum Einsatz. Auf Nahrungsmittel, die die Verdauung stark anregen, ist zu verzichten. Das gilt insbesondere für Alkohol, Kaffee und Fett. Patienten mit fortgeschrittener chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung müssen unter Umständen dauerhaft Verdauungsenzyme einnehmen, um ihre Verdauung zu normalisieren. Das Erreichen der gewünschten und ausreichenden Wirksamkeit kann dabei einige Zeit in Anspruch nehmen. Bei leichteren Formen kann die Einnahme mittels einer Pille erfolgen, bei fortgeschritteneren Formen hingegen müssen die Verdauungsenzyme eventuell intramuskulär verabreicht werden.
Autor: Jan Groh
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