Achillessehnenriss - Therapie
Therapie
Grundsätzlich wird zwischen operativen und nicht-operativen (konservativen) Therapiemaßnahmen unterschieden. Welche Form der Therapie zur Anwendung kommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Oft raten Ärzte gerade jüngeren Patienten zu einer operativen Therapie. Für sie ist es wahrscheinlicher, dass sie ihren Körper auch künftig durch Sport und Beruf stärker belasten. Im Gegensatz dazu erfolgt bei älteren Patienten oft eine nicht-operative Behandlung. Dabei muss der behandelnde Arzt, z.B. im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung, sicher abklären, dass die gerissenen Enden der Achillessehne sich noch berühren, wenn der Fuß um ca. 20 Grad - in die sogenannte Spitzfußstellung - gesenkt wird. So können die beiden Rissenden wieder zusammenwachsen.
Mittlerweile ist es nicht mehr üblich, die betroffene Ferse wochenlang in einem Gips ruhen zu lassen. Heutzutage gibt es patientenfreundlichere Alternativen. Der unpraktische Gips wurde durch eine Bewegungstherapie ersetzt - die funktionelle Behandlung. Die Patienten tragen eigens für diesen Zweck entworfene Schuhe und Stützschienen, in denen die Ferse erhöht und die Achillessehne entlastet wird. Der Heilungsprozess dauert im besten Fall zwischen sechs und acht Wochen.
Im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs näht der Operateur die Sehnenenden wieder zusammen. Hierbei verwendet er unter Umständen spezifische Materialien, die der Körper mit der Zeit selber abbaut. Dies stärkt die Sehne und deren mechanische Stabilität. Äußerlich bleibt meist nur eine sehr kleine Narbe zu sehen.
Anschließend ist eine funktionelle Behandlung - ähnlich der nicht-operativen Therapie - sinnvoll, bei der die Achillessehne mit Spezialschuhen oder Schienen geschont und gestützt wird, um langsam das alte Leistungsniveau wiederzuerlangen.
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