Hepatitis B - Therapie
Therapie
Akute Hepatitis B Infektion
Für den Fall einer akuten Hepatitis B-Infektion werden die allgemeinen Symptome behandelt.
Es wird Bettruhe sowie eine kohlenhydratreiche und fettarme Kost empfohlen. Zusätzlich kontrolliert der Arzt regelmäßig die Leberwerte im Blut. Mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) wird zudem die Leber beurteilt.
Chronische Hepatitis B Infektion
Die chronische Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen, es gibt Patienten ohne Symptome, aber auch Patienten mit starken Beschwerden und hohem Risiko für die Ausbildung einer Leberzirrhose. Die geeignete Therapie der chronischen Hepatitis B muss daher für jeden Patienten individuell gewählt werden.
Eine Indikation für eine antivirale Therapie ist beispielsweise der Nachweis von HBV-DNA größer/gleich 10 000 Kopien/ml. Bei Patienten mit auffälliger Histologie und bestehender Leberzirrhose kann eine Behandlung jedoch bereits bei einer geringeren Viruslast sinnvoll sein.
Es stehen zwei unterschiedliche antivirale Behandlungsoptionen zur Verfügung:
Gewebshormon Interferon alpha:
Interferone aktivieren das Immunsystem, dieses kann Erreger dann effektiver bekämpfen.
Das Interferon wird über mehrere Monate unter die Haut gespritzt. Bei etwa einem Drittel der Patienten führt die Therapie zu einer Besserung der Hepatitis B.
Nukleosidanaloga:
Sogenannte Nukleosidanaloga, wie zum Beispiel Lamivudin, hemmen die Vermehrung der Hepatitisviren. Sie sind gut verträglich und bei bis zu 75 Prozent der Fälle heilt die Hepatitis B aus. Die Therapie muss allerdings über einen ausreichend langen Zeitraum erfolgen.
Hepatitis als Reisekrankheit; J. Hadem, Der Internist 6, 2004; Springer Medizin
Verlag Diagnostik und Therapie der chronischen Hepatitis B und C; J Wiegand; Der Internist 7,2008; Springer Medizin Verlag
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