Feigwarzen - Condylomata acuminata - Therapie

Feigwarzen sind ein weit verbreitetes Phänomen, sie kommen insbesondere bei geschlechtsaktiven Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren vor.


Therapie

Zur Therapie der spitzen Kondylome stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Obwohl die Behandlung in den meisten Fällen erfolgreich ist, kommt es doch nicht selten innerhalb des folgenden halben Jahres zur erneuten Ausbildung von Feigwarzen.

Die medikamentöse Therapie umfasst Wirkstoffe wie Podophyllotoxin, Imiquimod oder Trichloressigsäure. Podophyllotoxin wird in Form eines Gels auf die Kondylome aufgetragen und zur Behandlung einzelner Warzen, die nicht bluten und entzündlich verändert sind, eingesetzt. Bei 60-80% der Betroffenen zeigt sich ein Heilungserfolg, doch kommt es in bis zu 40% der Fälle zu erneut auftretenden Kondylomen. Imiquimod liegt als Creme vor und wird ebenfalls auf die Hautveränderungen aufgetragen. Einsatzgebiet sind kleine umschriebene Feigwarzen. Insbesondere Frauen (etwa 70%) scheinen von dieser Therapie zu profitieren, für Männer ist sie nicht so effektiv, nur etwa 30% kann so geholfen werden. Mit 13% ist das Wiederauftreten der Feigwarzen allerdings eher selten. Trichloressigsäure findet bei einzelnen Kondylomen Anwendung. Die Heilungsrate beträgt 64-80%, die Rezidivhäufigkeit ist mit 30% hoch. Zum Teil verläuft die Therapie seht schmerzhaft.

Bei größeren Ausbreitungen oder gar Tumoren sind chirurgische Maßnahmen vonnöten. Die Elektrochirurgie stellt eine Methode dar, unter Verwendung starker Wärme werden die Warzen verödet. Auch mit Hilfe der Lasertherapie lassen sich Kondylome entfernen. Beide Verfahren weisen hohe Erfolgsquoten auf, aber auch hier treten nicht selten die störenden Hautveränderungen wieder auf. Eine weitere Vorgehensweise ist die Kryotherapie, die vor allem in den USA Anwendung findet. Mittels flüssigen Stickstoffs werden die Kondylome vereist und damit verödet.

Quelle: Springer Medizin
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