Sonnenbrand - Dermatitis solaris - Therapie

Unter einem Sonnenbrand oder Dermatitis solaris versteht man eine Entzündungsreaktion der Haut, die dann auftritt, wenn die Haut einer für sie zu intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist


Therapie

Bis zur vollständigen Abheilung eines Sonnenbrandes sollte UV-Strahlung strikt gemieden werden, um der Haut Gelegenheit zur Erholung zu geben. Kühlende feuchte Umschläge, Lotionen oder Gele können den Schmerz und das Hitzegefühl lindern, Glukokortikoide (Kortison-Präparate) zur äußerlichen Anwendung können die Abheilung der entzündlichen Veränderungen beschleunigen.

Bei starken Schmerzen kann zusätzlich ein rezeptfreies Schmerzmittel eingenommen werden. Bei einem besonders schweren Sonnenbrand kann unter Umständen eine stationäre Behandlung in einer Hautklinik erforderlich werden.

Wie wird ein Sonnenbrand ersten Grades behandelt?

Gegen den Schmerz und das Hitzegefühl bei einem Sonnenbrand ersten Grades sind kühlende feuchte Umschläge gut wirksam. Auch wirkstofffreie Lotionen oder Gele können den Schmerz und das Hitzegefühl lindern. Glukokortikoide (Kortison-Präparate) zur äußerlichen Anwendung können die Abheilung der entzündlichen Veränderungen beschleunigen. Diese müssen allerdings vom Arzt verordnet werden. Bei starken Schmerzen kann zusätzlich ein rezeptfreies Schmerzmittel eingenommen werden. Nach Abheilung der akut entzündlichen Hautveränderungen ist die Haut im Allgemeinen noch trocken und schuppig. Daher sollten die zuvor vom Sonnenbrand betroffenen Hautareale zweimal täglich mit einer rückfettenden Creme oder Lotion nachbehandelt werden.

Wie wird ein Sonnenbrand zweiten Grades behandelt?

Ein Sonnenbrand zweiten Grades, das heißt ein Sonnenbrand mit Blasenbildung, sollte im Allgemeinen vom Arzt behandelt werden. Wenn die Brandblasen ein ausgeprägtes Spannungsgefühl verursachen, kann der Hautarzt den Blaseninhalt unter Umständen mit einer sterilen Spritze abpunktieren (abziehen). Anschließend kann ein steriler Verband angelegt werden. Im Allgemeinen sollte das Blasendach, das heißt die abgehobenen Oberhaut, nicht entfernt werden. Das Blasendach schützt nämlich die darunter liegenden gesunden Hautschichten vor Infektionen.

Ansonsten können bei einem Sonnenbrand zweiten Grades ähnlich wie bei einem Sonnenbrand ersten Grades kühlende feuchte Umschläge und/oder wirkstofffreie Lotionen oder Gele den Schmerz und das Hitzegefühl lindern. Eventuell können zusätzlich Glukokortikoide (Kortison-Präparate) zur äußerlichen Anwendung eingesetzt werden. Bei starken Schmerzen kann zusätzlich ein rezeptfreies Schmerzmittel eingenommen werden.

Wenn ein Sonnenbrand zweiten Grades mehr als 50 Prozent der Körperoberfläche einnimmt, sollte über eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus nachgedacht werden.

Eventuell kann der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit und Mineralsalze durch Infusion sinnvoll sein. Durch die innerliche Gabe von Glukokortikoiden (Kortison-Präparaten) über einige Tage kann die Entzündungsreaktion wirksam gedämpft werden.

Wie wird ein Sonnenbrand dritten Grades behandelt?

Bei einem Sonnenbrand dritten Grades ist eine stationäre Behandlung in einer Hautklinik dringend geboten.

Weil der Betroffene durch die zerstörte Oberhaut viel Flüssigkeit verlieren kann, werden Flüssigkeit und Mineralsalze in Form von Infusionen ersetzt. Zur Dämpfung der Entzündungsreaktion kann ein Glukokortikoid (Kortison-Präparat) als Tablette oder als Infusion gegeben werden. Zur Vorbeugung einer bakteriellen Infektion der Wunden wird gegebenenfalls ein Antibiotikum als Infusion verabreicht.

Quelle: Springer Medizin
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