Gicht - Arthritis urica - Therapie

Die Gicht ist eine Erkrankung, bei der es durch einen erhöhten Harnsäuregehalt im Blut zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen im Bindegewebe (insbesondere Haut, Gelenke) und eventuell in inneren Organen kommt. Hier finden Sie alles zum Thema.


Therapie

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Behandlungsansätze: Liegt ein akuter Gichtanfall vor, so ist es das kurzfristige, vornehmliche Ziel, die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zum Abklingen zu bringen. Ist der akute Gichtanfall abgeklungen oder liegt er schon weiter zurück, ist eine langfristige Behandlung angezeigt, mit dem Ziel, die Entwicklung einer chronischen Gicht zu verhindern. In jedem Fall muss der Patient seine Ernährungsgewohnheiten umstellen und weitest gehend auf Alkohol verzichten.

Behandlung des akuten Gichtanfalls

Liegt ein akuter Gichtanfall vor, so ist es das kurzfristige Ziel, die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zum Abklingen zu bringen. Dies geschieht medikamentös und mit Allgemeinmaßnahmen (Gelenkschonung, Ernährungsumstellung, viel Flüssigkeit).

Langfristige Behandlung der Gicht

Nach einem akuten Gichtanfall sollten weitere Anfälle vermieden werden, denn sie schädigen auf Dauer die Gelenke und Organe. Nach dem Abklingen der akuten Symptome (Krankheitszeichen) schließt sich daher eine langfristig angelegte Behandlung mit Medikamenten an, die die dauerhafte Senkung des Harnsäurespiegels zum Ziel hat.

Ernährungsumstellung bei Gicht

Ein Stillstand der Erkrankung und damit ein Ausbleiben der gelenkschädigenden Gichtanfälle kann nur über eine dauerhafte Normalisierung des Harnsäurespiegels erreicht werden. Die Gabe von Medikamenten allein ist dafür nicht ausreichend. Bei der Behandlung der Gicht ist viel Eigeninitiative des Patienten gefordert. Zur erfolgreichen Behandlung der Gicht gehören unbedingt die Ernährungsumstellung auf purinarme Kost, das Meiden von Alkohol und das Behandeln von Risikofaktoren, die eine Erhöhung der Harnsäurewerte begünstigen. Dazu gehören Übergewicht, Bluthochdruck (Hypertonie) und zu hohe Cholesterinwerte.

Quelle: Springer Medizin
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