Harnsteine - Therapie
Therapie
Die Behandlung des Harnsteinleidens unterteilt sich in Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Maßnahmen zur Steinentfernung.
Schmerztherapie
Bei der Nierenkolik handelt es sich um eine Notfallsituation. Eine sofortige Schmerztherapie ist erforderlich. Dies beinhaltet die Gabe schmerzlindernder und krampflösender Medikamente. In der Regel gelingt es damit, die Schmerzsituation zu beherrschen. Nach Sicherung der Diagnose erfolgt die Festlegung der weiteren ärztlichen Therapie.
Allgemeine Verfahren der Harnsteinentfernung
Steine bis etwa sieben Millimeter gelten allgemein als spontan abgangsfähig, das heißt man versucht ohne Operation einen Steinabgang zu erreichen. Dies wird durch Trinken oder Infusion großer Flüssigkeitsmengen erreicht. Zusätzlich erfolgt die Gabe harnleitererweiternder Medikamente. In nahezu 80 Prozent aller Patienten ist ein Steinabgang binnen weniger Tage zu erreichen. Allerdings kann es zwischenzeitlich immer wieder zu Koliken kommen.
Spezielle Verfahren der Harnsteinentfernung
Moderne Verfahren der Steinzerstörung und Entfernung umfassen heute die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL - berührungsfreie Steinzertrümmerung im Bereich von Niere, Harnleiter, Blase), die so genannte Perkutane Nephrolitholapaxie (minimal-invasive Steinentfernung aus dem Nierenbeckenkelchsystem über ein Spezialinstrument) und die Endoskopische Steinentfernung (Harnleitersteinentfernung über die Blase und den Harnleiter mittels eines Spezialendoskops). Gelingt mit diesen minimal-invasiven Methoden keine Steinsanierung, ist die Indikation zu einer offenen Operation kritisch zu prüfen.
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