Schizophrenie - Therapie
Therapie
Das Regime der Behandlung richtet sich nach der Schwere der Symptome. In einer akuten Phase steht zunächst die medikamentöse Dämpfung der Symptome und der Schutz des Patienten vor sich selbst im Vordergrund. Dieses ist die Voraussetzung für den schnellstmöglichen Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung. Hierbei werden heute sowohl Einzel- als auch Gruppentherapieverfahren eingesetzt. Wann immer es sich anbietet, wird auch das familiäre Umfeld in die Behandlung mit eingebezogen.
Im Gegensatz zu früher dauert die Phase der stationären Behandlung heute nur noch wenige Wochen. Viele Patienten können bald von teilstationären Einrichtungen übernommen werden oder in die Obhut der Familie zurückkehren.
- Durch die Behandlung mit so genannten Neuroleptika kann die Symptomatik einer Schizophrenie deutlich gebessert werden.
- Neuroleptika hemmen die Wirkung von Dopamin und dämpfen somit Erregung und Aggressivität.
- Das Gefühl der inneren Leere können sie allerdings nicht beeinflussen.
- Wichtig ist die konsequente Einnahme der Neuroleptika, die jedoch im akuten Stadium oft durch die mangelnde Einsicht der Patienten in die Behandlungsbedürftigkeit der Krankheit erschwert ist.
Wichtig für die meisten Erkrankten ist eine Weiterführung der neuroleptischen Medikation auch nach Behandlungsende. Leider gehört es zum typischen Bild der Krankheit, dass diese Maxime nicht immer aufrecht erhalten wird. Ohne weiterführende Medikation erleiden etwa 70 Prozent der Kranken innerhalb eines Jahres einen Rückfall.
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