Basedow-Krankheit, Immunhyperthyreose - Therapie
Therapie
Zunächst wird die Überproduktion von Schilddrüsenhormon medikamentös gebremst. Dazu werden schilddrüsenhemmende Medikamente, so genannte Thyreostatika verwendet. Die medikamentöse Behandlung wird meist zunächst für die Dauer von einem Jahr durchgeführt. Bei etwa der Hälfte der Patienten kommt in dieser Zeit der Krankheitsprozess zum Stillstand, so dass das Medikament abgesetzt werden kann und die Schilddrüsenfunktion dann normal bleibt. In manchen Fällen kommt es jedoch - sofort oder erst nach einiger Zeit - nach dem Auslassen des Medikaments erneut zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Dann muss die Schilddrüse operativ oder durch Gabe von radioaktivem Jod verkleinert werden. Das gilt auch, wenn die Schilddrüse stark vergrößert ist und zum Beispiel auf die benachbarte Luftröhre drückt.
Durch die Strahlenwirkung werden die Zellen, die das radioaktiv aufgeladene Jod 131 speichern, zerstört. Die Strahlung ist insgesamt schwach, so dass umliegendes Gewebe nicht geschädigt wird. Auch eine Gefährdung für andere Menschen ist nicht gegeben. Die Behandlung wird - aufgrund der bestehenden deutschen Strahlenschutzvorschriften - unter stationären Bedingungen in besonderen Behandlungszentren durchgeführt. Die Aufenthaltsdauer beträgt durchschnittlich eine Woche.
Die Wirkung tritt nach zwei bis drei Wochen ein, der Erfolg der Behandlung ist frühestens nach drei bis sechs Monaten beurteilbar. Hat sich die Funktion der Schilddrüse normalisiert, sind zunächst keine weiteren Medikamente erforderlich. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es zu einem erneuten Wachstum der Schilddrüse kommt. Nach der Behandlung kann unter Umständen eine Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Daher muss nach einer Radiojodtherapie in halbjährlichen Abständen die Schilddrüsenfunktion überprüft werden.
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