Basaliom - Basalzellenkrebs - Therapie

Als häufigster Tumor der äußeren Haut wächst das Basaliom infiltrierend und setzt nur selten Tochtergeschwülste. Es gilt als gut behandelbar.


Therapie

Es stehen beim Basaliom vier Behandlungsverfahren zur Verfügung: Operation, Strahlentherapie, Vereisung mit Stickstoff und Laserung:

  • Herausschneiden mit dem Skalpell: Standardverfahren
  • Tangentiale Abtragung: nur bei sehr oberflächlichen Basaliomen im Bereich des Rumpfes
  • Strahlentherapie: bei älteren Menschen mit zahlreichen Grunderkrankungen und Basaliom im Gesicht
  • Vereisen mit flüssigem Stickstoff: bei älteren Menschen mit zahlreichen Grunderkrankungen und kleinerem, gut abgrenzbarem, relativ oberflächlichem Basaliom, insbesondere am Rumpf
  • Kohlendioxid- (CO2-) Laser: eventuell bei sehr oberflächlichen Basaliomen im Bereich des Rumpfes; neues Verfahren

Informationen rund um die Behandlung:

Die operative Behandlung des Basalioms

In der Regel wird das Basaliom, zusammen mit einem schmalen Randsaum äußerlich unauffälliger Haut, mit dem Skalpell herausgeschnitten. Dies erfolgt in örtlicher Betäubung und unter sterilen Bedingungen.

Wie gestaltet sich der Wundverschluss nach der Operation?

Wenn davon ausgegangen werden kann, dass das Basaliom mit höchster Wahrscheinlichkeit vollständig entfernt wurde, wird die Wunde verschlossen. Dies geschieht unmittelbar nach dem Herausschneiden (mit ausreichendem Sicherheitsabstand) beziehungsweise wenn der endgültige Befund der feingeweblichen Untersuchung vorliegt. Es gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Wundverschluss:


  • das direkte Zusammenfügen der Wundränder

  • die Verpflanzung eines Hautlappens

  • die Rotations-, Verschiebe- oder Dehnungstechnik

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen zur Operation getroffen werden?

Um starke Blutungen während des Eingriffs und Nachblutungen zu vermeiden, sollten Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt spätestens sieben Tage vor dem geplanten Eingriff abgesetzt werden.

Dies gilt unter anderem für gerinnungshemmende Wirkstoffe aus der Gruppe der Cumarine (zum Beispiel in Marcumar® beziehungsweise Falithrom®) sowie für Substanzen, die das Aneinanderheften der Blutplättchen im Rahmen der Blutstillung hemmen, wie zum Beispiel Azetylsalizylsäure (ASS; unter anderem in Aspirin®) sowie Ticlopidin oder Clopidogrel. Zu beachten ist, dass Azetylsalizylsäure außerdem in zahlreichen rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln enthalten ist.

Mögliche Komplikationen der operativen Behandlung

Im Idealfall bleibt nach Abschluß der Wundheilung nur eine feine, unter Umständen kaum sichtbare Narbe zurück. Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Blutungen sind selten.

Beim einzelnen Patienten kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden, dass möglicherweise eine subjektiv störende Narbe entsteht. In diesem Fall kann unter Umständen über einen kleinen Eingriff zur Narbenkorrektur nachgedacht werden.

Welche Alternativen gibt es zur operativen Behandlung?

Um Patienten mit zahlreichen Grunderkrankungen nicht durch einen operativen Eingriff zu belasten, können bei älteren und chronisch kranken Menschen andere Behandlungsverfahren angewandt werden. Dazu gehören Röntgenstrahlen, Vereisung und die Anwendung eines Lasers.

Bei den drei genannten Verfahren kann das kosmetische Ergebnis unter Umständen ungünstiger sein als nach operativer Therapie.

Quelle: Springer Medizin
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