Impotenz - Erektile Dysfunktion - Therapie

Die Erektile Dysfunktion (Impotenz) umschreibt die Unfähigkeit des Mannes zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Hier finden Sie alles zum Thema.


Therapie

Die Behandlung der Erektilen Dysfunktion hat sich in den letzten Jahren durch die Einführung neuer Medikamente revolutionär verändert. Die Gabe von Medikamenten in Tablettenform ist bei Beachtung der Gegenanzeigen eine sichere und zuverlässige Therapieoption. Die Selbstinjektion von Medikamenten in den Schwellkörper ist aufgrund dieser neuen Behandlungsmöglichkeiten in den Hintergrund getreten und wird deshalb nur noch bei Versagen und Gegenanzeigen angewendet. Die Verwendung mechanischer Erektionshilfen (Vakuumpumpe) bleibt in Deutschland relativ unpopulär. Die Indikation zu Gefäßoperationen und der Implantation einer Penisprothese ist sehr kritisch zu stellen und bleibt sehr wenigen Indikationen vorbehalten.

Behandlungsmöglichkeiten in der Übersicht:

Tabletten
Das Medikament Viagra® mit dem enthaltenen Wirkstoff Sildenafil wirkt auf die glatte Muskulatur im Penisschwellkörper und fördert dadurch die Blutzufuhr in die Schwellkörper des Penis. Mittlerweile sind weitere, ähnlich wirkende Substanzen erhältlich, z.B. Tadalafil (Cialis®) oder Vardenafil (Levitra®). Der Wirkstoff Apomorphin (z.B. in Uprima® oder Ixense®) wirkt dagegen über Zentren im Gehirn und fördert so die Peniserektion.

Spritzen und Applikatoren
Die Verabreichung von medizinischen Wirkstoffen über eine Spritze in den nahe des Körpers befindlichen seitlichen Penisbereich wird auch als Schwellkörperautoinjektionstherapie bezeichnet. Die Substanzen führen zu einer Erschlaffung der Schwellkörpermuskulatur und verursachen eine bessere Blutfülle im Schwellkörper. Durch einen speziellen Applikator kann ein Wirkstoff auch in die männliche Harnröhre verabreicht werden und zu einer Peniserektion führen.

Vakuumpumpe
Die Vakuumpumpe besteht aus einem durchsichtigen Kunststoffzylinder, der über einen Schlauch mit einer Handpumpe verbunden ist. Nach dem Einführen des Penis in den Kunststoffzylinder wird durch Betätigung der Handpumpe ein Unterdruck erzeugt. Dadurch fließt Blut in die Schwellkörper des Penis und es kommt zu einer Erektion.

Operation oder Sexualberatung, Paartherapie oder Psychotherapie
Als sehr seltene Behandlungsform wird die operative Unterbindung von venösen Blutgefäßen durchgeführt. Die operative Einpflanzung von Penisimplantaten führt zu funktionell guten Ergebnissen. Als weitere Behandlungsmethode können durch Gespräche mit dem Psychologen Sexualstörungen oder Störungen der Paarbeziehung beziehungsweise Partnerschaft erkannt und bewältigt werden.

Quelle: Springer Medizin
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