Myopie / Kurzsichtigkeit - Symptome
Symptome
Kennzeichnend für Kurzsichtigkeit ist, dass entfernte Objekte nicht scharf gesehen werden können, während nahe gelegene Objekte in der Regel noch klar erkannt werden.
Erblich bedingte Kurzsichtigkeit kann bereits bei der Geburt bestehen (congenitale Myopie) oder sich während der Kindheit im Alter von meist 10 bis 12 Jahren entwickeln. Von Myopia simplex oder „Schulmyopie“ wird gesprochen, wenn sich die Fehlsichtigkeit etwa um das 20. Lebensjahr stabilisiert und nicht mehr als 5 dpt beträgt. Stabilisiert sich die Kurzsichtigkeit erst um das 30. Lebensjahr mit einer Fehlsichtigkeit von nicht mehr als 12 dpt, so wird sie als benigne (gutartige) progressive Myopie bezeichnet.
Dem gegenüber ist die Myopia maligna (Myopia progressiva) von einer unbegrenzten Zunahme der Kurzsichtigkeit mit starker Überdehnung des Augapfels und sehr starker Fehlsichtigkeit gekennzeichnet. Dabei kann es zur Schädigung oder Ablösung der Netzhaut kommen, die unbehandelt die Gefahr der Erblindung mit sich bringen.
Tritt Kurzsichtigkeit als Begleiterscheinung bei einer anderen Grunderkrankung auf, so stehen naturgemäß häufig die Beschwerden der Grunderkrankung im Vordergrund. Es ist jedoch auch möglich, dass die Grunderkrankung erst durch eine zunehmende Kurzsichtigkeit bemerkt wird, etwa wenn bei der augenärztlichen Untersuchung ein erhöhter Augeninnendruck (Glaukom, Grüner Star) als Ursache der Kurzsichtigkeit festgestellt wird.
Autor: Jan Groh
Grehn F, Leydhecker W. Augenheilkunde (26. Auflage). Berlin, Heidelberg, New York, Barcelona, Budapest, Hong Kong, London, Mailand, Paris, Tokyo 1995
Clin Exp Optom. 2003 Sep;86(5):289-94 http://www.optometrists.asn.au
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