Hepatitis A - Symptome
Symptome
Zwei Drittel aller Hepatitis-A-Infektionen verlaufen ohne Symptome. Dabei bemerkt der Patient nicht, dass er sich mit dem Virus infiziert hat, und die Erkrankung heilt von selbst aus.
Wenn sich Beschwerden entwickeln, treten zunächst unspezifische Erkrankungszeichen auf.
- Appetitlosigkeit
- Schwindel
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen im Bauchraum
- Durchfall
- Fieber und Abgeschlagenheit
Bei Erwachsenen kann als äußeres Zeichen eine Gelbfärbung der Augen oder der Haut auftreten. Diese "Gelbsucht" kommt daher, dass die entzündete Leber den Gallenfarbstoff Bilirubin nicht mehr ausreichend abbauen kann. Diese Phase kann wenige Tage bis zu mehreren Wochen andauern. Da die normale Verarbeitung und Ausscheidung des Bilirubins gestört ist, wird zudem bei einem Großteil der Patienten der Urin dunkel und der Stuhl hell (Lehmstuhl).
Die Hepatitis A verläuft in der Regel als milde Erkrankung. Aus diesem Grund wird die Gefahr im Erwachsenenalter oft unterschätzt. Vor allem bei älteren Menschen und bei Patienten mit Vorschädigungen der Leber (Fettleber und Leberzirrhose) kann es zu schweren und verzögerten Verläufen kommen. Erfolgt keine ausreichende Behandlung, drohen weitere Komplikationen, wie ein Nieren- oder Leberversagen. Noch seltener ist die Entwicklung einer Enzephalopathie.
Falls Sie nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet unspezifische Krankheitszeichen bemerken oder sich die Haut gelb färbt, sollten Sie deshalb nicht zögern und einen Arzt aufsuchen.
Quelle:
Hepatitis als Reisekrankheit; J. Hadem, Der Internist 6, 2004; Springer Medizin Verlag
Robert Koch-Institut (Hrsg.): Hepatitis A: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte; (Stand: 17.04.09)
Robert Koch-Institut (Hrsg.): Hepatitis A: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte;
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