Herpes genitalis - Genitalherpes - Symptome

Genitalherpes gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen, Auslöser sind Herpes simplex-Viren (HSV), die lebenslang im Körper verbleiben. Rund 80% der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen.


Symptome

Genitalherpes äußert sich auf vielfältige Weise, Erstinfektionen und nachfolgende Ausbrüche können sich in ihrer Intensität unterscheiden. Zwischen 60 bis 70% der Infizierten haben keine Beschwerden.

Bis zu zwei Wochen nachdem die Herpesviren über kleinste Verletzungen der Haut in den Körper eingedrungen sind, können sich erste Symptome entwickeln. Dazu zählen Kribbeln und wunde Stellen. Sie entstehen in der Regel dort, wo die Viren Eintritt fanden. Das betrifft neben der äußeren Genital-, Gesäß- oder Analregion, auch Scheide, Gebärmutterhals sowie Harnröhre. Im Verlauf entstehen gerötete Vorwölbungen, aus denen sich Bläschen verbunden mit Juckreiz und Schmerzen entwickeln. Auch Krustenbildungen und diverse Geschwüre können sich herausbilden. Seltener treten auch Fieber, Kopfschmerzen, Ausfluss aus der Scheide oder Beschwerden beim Wasserlassen auf. In manchen Fällen entstehen nur Hautrötungen ohne unangenehme Begleiterscheinungen.

Vielfach nehmen Zahl und Schwere der Rezidive über die Jahre ab, sie können ähnliche Symptome wie die Erstinfektion aufweisen. Insbesondere Juckreiz, Kribbeln, Schmerzen und Scheidenausfluss kommen vor. Bläschen- und nachfolgende Geschwürbildung sind ebenfalls typisch, aber im Unterschied zur Erstinfektion weniger zahlreich. Oft verlaufen erneute Herpesausbrüche ohne Symptome. Trotzdem besteht Ansteckungsgefahr, da sich die Viren in vermehrter Zahl im Speichel, Scheidenausfluss oder Penis aufhalten können, je nachdem wo die Erstinfektion stattfand.

Ein herabgesetztes Immunsystem stellt eine mögliche Komplikationsquelle dar. So können z.B. Patienten mit AIDS oder nach Organtransplantation weitaus schwerwiegendere Verläufe aufweisen. Der Befall der Augen mit nachfolgender Beeinträchtigung des Sehvermögens ist ebenfalls in seltenen Fällen möglich. Dann sollte ein Augenarzt hinzugezogen werden. Unter der Geburt kann das HSV von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Befall von Haut, Augen und Gehirn sind dabei auftretende Symptome.

Quelle: Springer Medizin
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