Asthma bronchiale - Bronchialasthma - Symptome

Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die durch Episoden von anfallsweiser Luftnot gekennzeichnet ist. Hier finden Sie alles zum Thema.


Symptome

Die charakteristischen Beschwerden des Asthma bronchiale sind anfallsweise Luftnot im Wechsel mit völligem Wohlbefinden. Die Luftnot kann von einem minimalen Beklemmungsgefühl in Ruhe oder Kurzatmigkeit bei Belastung bis zu schwersten Erstickungsanfällen mit Todesangst reichen. Bei der Sonderform des Husten-Asthma kann die Luftnot völlig fehlen und lediglich trockener Reizhusten den Patienten belasten.

Eine enorme Vielfalt der Beschwerdeausprägung macht die Nennung der typischen Anfangsbeschwerden kaum möglich. Die Erkrankung kann sich bemerkbar machen mit einem langsam schleichenden Verlauf bei anfangs minimaler Beeinträchtigung des Wohlbefindens (Enge in der Brust, das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können), kann aber auch mit einem dramatischen und schwersten Luftnotanfall mit Erstickungs- und Todesangst beginnen. Typisch ist, dass nach unterschiedlich langer Beschwerdedauer wieder völlige Beschwerdefreiheit eintritt. Die Pausen zwischen Phasen von Beschwerden können Stunden bis Jahre betragen und lassen demnach keine Vorhersage zu. Nicht jede Asthmaerkrankung, die mit geringen Beschwerden beginnt, muss in eine schwere Form übergehen, und auch eine dramatisch beginnende Asthmaerkrankung kann wieder völlig verschwinden oder sich nur noch mit minimalen Beschwerden bemerkbar machen. Der Verlauf ist extrem variabel und praktisch unberechenbar. Einzelne Patienten können ihre Beschwerdeverschlimmerung durch bestimmte Triggerfaktoren oder Infekte allerdings ganz gut und zuverlässig vorhersagen.

Treten diese Zeichen regelmäßig/zunehmend/in Schüben auf?

Da die nächtliche Bereitschaft der Atemwege, sich zu verengen, in der Nacht (zwischen zwei und vier Uhr bei normalen Schlaf- und Wachgewohnheiten) am größten ist, kann häufig eine regelmäßige Beschwerdehäufung in dieser Zeit beobachtet werden. Das nächtliche Erwachen mit Luftnot oder Husten gilt als ein besonders typisches Symptom des Asthma bronchiale und findet sich in dieser Form bei kaum einer anderen Erkrankung. Ansonsten ist Regelmäßigkeit nicht typisch für das Asthma bronchiale. Regelhaft kommt es allerdings bei bestimmten Asthmaformen als Reaktion auf die jeweiligen Triggerfaktoren zu Beschwerden. So berichten Patienten mit Anstrengungsasthma typischerweise über Husten und Luftnot beim Joggen oder Patienten mit einem Bäckerasthma (allergisches Asthma bei Sensibilisierung gegen Backenzyme oder Mehl) über Erstickungsanfälle. Bei einer allergischen Asthmaerkrankung ist die Allergie der eindeutige Auslöser der Erkrankung. Dabei ist allerdings weder die Ursache der Allergie-Reaktion (warum reagiert ein Individuum auf ein bestimmtes Allergen allergisch?) noch die Verknüpfung zwischen der Allergie und der Atemwegserkrankung (warum reagiert das Individuum auf die Allergie mit Asthma und nicht mit Heuschnupfen oder umgekehrt?) geklärt. Mit diesen Einschränkungen sind als ursächliche und spezifische Auslöser mit hinreichender Sicherheit nur Allergene (bestimmte Pollen, Stäube, Latex und andere) identifizierbar. Allergenkontakt führt zu einer allergischen Reaktion (allergische Sensibilisierung), die zu einer allergischen Erkrankung führt (in diesem Fall Asthma und nicht Heuschnupfen). Ist einmal die asthmatische Reaktion gebahnt, kommt es nicht nur durch die spezifischen Auslöser (in dem Beispiel der Allergie also die bestimmten Pollen) zu Beschwerden, sondern häufig auch durch andere und unspezifische Triggerfaktoren. Als solche Triggerfaktoren oder unspezifische Auslöser der asthmatische Beschwerden bei einem zuvor an einem Asthma erkrankten aber beschwerdefreien Patienten sind Medikamente (Betablocker, Aspirin und Ähnliche), Kälte, Anstrengung (auch über die Auskühlung der Bronchialschleimhaut), Staub, starke Gerüche, Reizstoffe, Erschütterung, Husten, Lachen et cetera beschrieben worden.

Welche Symptome können Angehörige bemerken?

Ganz typisch ist, dass bei Asthmatikern Geräusche beim Atmen auftreten, die man auch aus einiger Distanz wahrnehmen kann. So kann man ein Fiepen und Pfeifen hören, wenn der Partner im Bett liegt oder sonst, wenn die Umgebungsgeräusche leise genug sind. Die Angst des Patienten, die Luft könnte nicht ausreichen, die Bedrohung durch den schweren Luftnotanfall und die Angst vor dem Erstickungsgefühl sollten unbedingt ernst genommen werden. Hierbei ist es wichtig, dass Angehörige nicht noch durch eigene Unsicherheit die Angst des Patienten verstärken.

Welche Krankheitszeichen führen den Patienten in der Regel zum Arzt?

Meist sind Husten und Luftnot oder auch nur eines der beiden Symptome der Anlass für den Patienten, einen Arzt aufzusuchen. Aber auch ein Beklemmungsgefühl im Brustkorb oder Nebengeräusche bei der Atmung (Pfeifen, Giemen und Brummen) können den Patienten in die Praxis führen. Manchmal ist auch eine eingeschränkte oder abnehmende Belastbarkeit, die etwa beim Treppensteigen auffällt, der Grund für den Arztbesuch.

Quelle: Springer Medizin
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