Lymphödem - Symptome
Symptome
Das primäre Lymphödem beginnt in der Körperperipherie, während sekundäre Lymphödeme meist in Rumpfnähe ihren Ausgang nehmen.
Das primäre Lymphödem
Die ersten Krankheitszeichen des primären Lymphödems treten als Gewebeschwellung sehr häufig bereits im jüngeren Lebensalter (unter 35 Jahren) auf. Ausgangspunkt der Gliedmaßenschwellung sind hierbei entweder die Füße oder Hände. Die Schwellung ist zunächst schmerzlos und steigt allmählich von der Peripherie des Körpers zum Zentrum auf.
Im Bereich der Beine finden sich im Frühstadium Schwellungen des Fußrückens und im Bereich der hinteren Knöchelregion. Zusätzlich finden sich tiefe Hautfalten in Höhe des oberen Sprunggelenks. Die Zehen sind quaderförmig angeschwollen (Kastenzehen), wobei sich die Zehenrückenhaut mit den Fingern typischerweise nicht abheben lässt. Gliedmaßenschmerzen sind langsam zunehmend. Das primäre Lymphödem wird in drei Stadien eingeteilt:
- Stadium I: In diesem Stadium findet sich eine weiche, teigige Gewebeschwellung, die sich von allein zurückbilden kann.
- Stadium II: Hier bestehen Gliedmaßenschwellungen, die sich nur durch geeignete Behandlungsmaßnahmen zurückbilden können, diese Rückbildung ist jedoch oft unvollständig.
- Stadium III: Es liegen ausgeprägte Gliedmaßenschwellungen vor, die man auch als Elephantiasis bezeichnet.
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Lymphödem des rechten Beines im Stadium 1. Besonders im Bereich des Knöchels und des Fußrückens ist die Schwellung gut zu erkennen.
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Schweres Lymphödem des linken Beines, welches auch als Elephantiasis bezeichnet wird.
Das sekundäre Lymphödem
Die Ausbreitungsrichtung sekundärer Lymphödeme ist vom Körperstamm absteigend. Die Ausbreitungsrichtung der Gliedmaßenschwellungen verläuft vom Körperstamm zur Peripherie hin. Im Frühstadium fehlen daher die Hand- oder Fußrückenschwellungen oder Kastenzehen oftmals. Die Spannungsschmerzen in der betroffenen Körperregion nehmen beim sekundären Lymphödem rasch zu.
Da ein sekundäres Lymphödem durch Tumorleiden (gut- oder bösartige Geschwülste) verursacht werden kann, sollten derartige Erkrankungen im Falle von Lymphödemen immer ausgeschlossen werden.
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