Lyme-Borreliose - Symptome

Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Hier finden Sie alles zum Thema.


Symptome

Kommt es jedoch zu einer Erkrankung, vergehen vom Biss der Zecke bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen in der Regel einige Wochen. In einigen Fällen treten Symptome der Borreliose sogar erst nach Jahren oder Jahrzehnten auf.
Die Borreliose verläuft in drei Stadien. Die Stadien können einander folgen oder auch einzeln auftreten.

Frühstadium

Wenige Tage und Wochen nach dem Stich durch eine infizierte Zecke und der Übertragung der Borrelien entwickeln 75 Prozent der Betroffenen eine ringförmigen Rötung der Haut, die sogenannte ?Wanderröte", in der Fachsprache auch ?Erythema migrans? genannt.

Neben diesen "typischen" Veränderungen können im ersten Stadium der Borreliose auch unspezifische Allgemeinbeschwerden auftreten:

  • Abgeschlagenheit,
  • Fieber,
  • Muskel- und Gelenkschmerzen

Spätstadium

Wochen bis Monate nach einem Zeckenstich kann die Erkrankung bei einigen Patienten in ein weiteres Stadium übergehen. Kennzeichnend für dieses zweite Stadium der Erkrankung ist, die Ausstreuung der Erreger in andere Körperregionen. Neben der Haut können nun weitere Organe betroffen sein. Erkrankt das Nervensystem, spricht man auch von einer "Neuroborreliose". Hierbei kommt es typischerweise zu Störungen von Koordination, Motorik und Gefühl. Beispielsweise in Form von Lähmungen der Gesichts- und Sprechmuskulatur. Seltener sind Entzündungen am Herzen mit daraus folgenden Herzrhythmusstörungen.

Auch in diesem Stadium können unspezifische Allgemeinbeschwerden auftreten:

  • sehr starke Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwindelattacken
  • und extreme Schweißausbrüche

Im Stadium III der Erkrankung ist die Infektion chronisch geworden. Dieses Stadium tritt oft erst nach Jahren bis Jahrzehnten in Erscheinung.

Zu den späten Symptomen gehört die Lymearthritis. Wie die Bezeichnung Arthritis vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine Gelenkentzündung. Diese betrifft oft das Knie- oder das Sprunggelenk.

Nicht jeder Patient entwickelt eine Arthritis, je nach Region und persönlicher Veranlagung erkranken andere Betroffene unbehandelt beispielsweise an einer Acrodermatitis chronica atrophicans - eine chronische Entzündung des Hautgewebes die meist an den Streckseiten der Extremitäten beginnt. Die Haut wird hierbei pergamentartig dünn und das Fettgewebe bildet sich zurück.

Quelle: W. Hellenbrand, G. Poggensee: Zecken auf dem Vormarsch: Borreliose und FSME im Gepäck; Berliner Ärzte; Ärztekammer Berlin; 5/2007; Neuroborreliose; AWMF Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie; 2008; Deutsche Borreliose-Gesellschaft e. V.: Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose; 2008; Robert Koch- Institut Berlin: RKI- Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: Lyme-Borreliose; 2007; P. Altmeyer, M. Bacharach-Buhles (Hrsg.): Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin; Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2008
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