Schlaganfall - Apoplex - Symptome

Der Schlaganfall kennzeichnet die Folgen einer plötzlichen Sauerstoffunterversorgung im Gehirn. Zu etwa 80 - 85 Prozent ist ein Gefäß durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) verschlossen und damit die Blutversorgung des Gehirns gestört.


Symptome

Die Symptome eines Schlaganfalls treten, wie der Name vermuten lässt „plötzlich“ bzw. „schlagartig“ auf: Die Durchblutungsstörung im Gehirn macht sich durch folgende Beschwerden bemerkbar:


  • Taubheitsgefühle und Lähmungen der Arme oder Beine

  • Sehstörungen

  • Sprachstörungen oder Sprachverständnisstörungen

  • Drehschwindel

  • Ungewöhnlich heftiger Kopfschmerz


Treten die Symptome kurzzeitig auf und bilden sich innerhalb von Minuten wieder vollständig zurück, nennt man diese kurzzeitige Durchblutungsstörung eine „transitorisch ischämische Attacke (TIA). Auch wenn die Symptome nur vorübergehend Bestand haben, ist die schnelle ärztliche Behandlung oberste Priorität. Die TIA wird als Vorbote des Schlaganfalls bezeichnet. Die schnelle Behandlung dieser kurzzeitigen Durchblutungsstörung kann bei vielen Patienten einen „großen“ Schlaganfall verhindern. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen die Symptome eines Schlaganfalles kennen und im Falle ihres Auftretens rasch einen Arzt aufsuchen. Alle Symptome können einzeln aber auch in Kombination mit den anderen vorkommen und jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Sehstörungen können in sehr unterschiedlichem Ausmaß auftreten. So kann zum Beispiel ein Auge kann vorübergehend erblinden (Amaurosis fugax). Zudem können Einschränkungen des Gesichtsfelds auftreten. Dabei verdunkeln sich die Randbereiche des Blickfelds. Es entsteht das Gefühl, durch eine Röhre zu schauen. Auch ein Flimmern vor den Augen, das beim Bewegen des Auges mitwandert, ist ein typisches Symptom.

Sprachstörungen zeigen sich durch undeutliche, verwaschene Sprache - aber auch in Form sogenannter Wortfindungsstörungen. Wortfindungsstörungen, also das Vergessen von einzelnen Begriffen, kommen aber auch beim gesunden Menschen gelegentlich vor.

Lähmungen bzw. die plötzliche Schwäche oder Bewegungsunfähigkeit von Muskeln oder Muskelgruppen (zum Beispiel einer Hand oder einer Gesichtshälfte) sind recht eindeutige Zeichen dafür, dass etwas mit dem Körper nicht stimmt. Taubheitsgefühle können sich unterschiedlich anfühlen. Das betroffene Körperteil kann kribbeln oder sich wie "nicht zu mir gehörend" oder "schwer wie Blei" anfühlen. Auch die Zunge kann betroffen sein und Schluckstörungen verursachen. Die Lähmung kann auch den Gesichtsmuskeln beeinträchtigen, sodass der Mundwinkel oder das Augenlid herabhängt.

Ein ungewöhnlich heftiger Kopfschmerz ist ein Hinweis auf eine Gehirnblutung sein. Eine ärztliche Untersuchung sollte ohne Verzug erfolgen.

Autor: Springer Medizin, überarbeitet von Verena Horsthemke am 22.09.2010

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