Alzheimer-Demenz / Morbus Alzheimer - Symptome

Die Alzheimer-Krankheit ist eine chronische, langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der Nervenzellen in ihrer Funktion gestört sind.


Symptome

Am Anfang treten Gedächtnisprobleme und eine Abnahme der geistigen Fähigkeiten auf. Nach und nach allerdings äußern sich diese auch im täglichen Leben durch verminderte Leistungsfähigkeit sowie durch eine Veränderung in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Typische Merkmale demenzieller Erkrankungen sind fortschreitende Beeinträchtigungen des Kurzzeit- und später Langzeitgedächtnisses.

Probleme bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung treten ebenfalls auf. Die Erkrankten wissen nicht, wo sie sind, finden sich an einst vertrauten Orten nicht zurecht und können Tageszeit und Datum nicht bestimmen.

Fortschreiten der Erkrankung

In späteren Phasen der Krankheit geht auch zunehmend die personelle Orientierung verloren, selbst enge Bezugspersonen werden nicht mehr erkannt. Die Betroffenen wissen auch nicht mehr, wer sie sind, die eigene Biografie geht verloren. Sie leiden unter Denk-, Konzentrations- und Auffassungsstörungen, können Dinge nicht mehr benennen (Aphasie) oder sind unfähig, einfache Handlungen auszuführen (Apraxie). Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit haben die Patienten häufig Stuhlgang und Harn nicht mehr unter Kontrolle. Diese Störungen führen zu immer größeren Schwierigkeiten im Alltag, etwa beim Ankleiden, bei der Körperpflege, beim Essen und bei anderen Aktivitäten. Die Kranken sind zunehmend auf Hilfe angewiesen.

Oft kommt es zu Veränderungen der Persönlichkeit, zu raschen Stimmungsschwankungen, übersteigertem Misstrauen, Aggressivität und Depressionen. Depressionen treten auf, wenn den Betroffenen ihre Krankheit noch bewusst ist und sie darunter leiden, vieles nicht mehr zu können, was früher selbstverständlich war.

Gefühle

Im Unterschied zur Merk- und Orientierungsfähigkeit sind die Gefühle Dementer lange Zeit noch voll intakt. Oft entsprechen allerdings die Gefühlsäußerungen des Kranken nicht mehr den vertrauten Mustern. So kann er ganz unerwartet und ohne erkennbaren Sinnzusammenhang reagieren. Der Kranke kann scheinbar grundlos lachen oder weinen. Manche Patienten kapseln sich ab, andere werden zunehmend aggressiver. Einige ihrer Wesenszüge werden ausgeprägter, andere verblassen. Manchmal entsteht ein unbegründetes Misstrauen gegenüber den Angehörigen. Erst im Endstadium verlieren die Kranken offenbar die Fähigkeit, Gefühlssignale aufzunehmen.

Quelle: Springer Medizin / Letzte Überarbeitung: Redaktion SpringerGesundheit, 15.11.2010
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