Gebärmutterhalskrebs - Zervixkarzinom - Prävention
Prävention
Je früher ein Gebärmutterhalskrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Regelmäßige Besuche beim Frauenarztes sollten daher für jede Frau Pflicht sein. Erkennt der Arzt primäre Zellveränderungen wie Krebsvorstufen und -frühstadien, kann in 95% der Fälle erfolgreich therapiert werden.
Während der Vorsorgeuntersuchung tastet der Arzt Muttermund und Gebärmutterhals gründlich ab und entnimmt Abstriche, die im Labor speziell aufbereitet und mikroskopisch betrachtet werden. Ergibt sich aufgrund der Laboruntersuchungen ein Verdacht, wird die Patientin benachrichtigt und weitere diagnostische Verfahren werden eingeleitet.
Da dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs eine große Bedeutung zugeschrieben wird, diskutieren europäische Experten gegenwärtig, ob ein Test, der dem Nachweis einer HPV-Infektion dient, in die Vorsorgeuntersuchung einbezogen werden sollte. In den USA ist dies bereits der Fall.
Unabhängig davon, ob spezielle HPV-Tests Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung werden oder nicht, kann sich jede Frau vorab schützen, indem sie beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet, denn das Virus kann beim Sex übertragen werden!
Gegenwärtig wird zudem die Möglichkeit einer HPV-Impfung in Studien untersucht. Sie hat sich in ersten Analysen als effektiv erwiesen. Allerdings schützt sie nicht vor allen HPV-Typen und müsste schon vor der Erstinfektion durchgeführt werden. Eine Impfung wäre demnach in einem sehr jungen Alter für Mädchen, vielleicht auch Jungen, zwischen 11 und 12 Jahren angezeigt. Bereits infizierte Erwachsene zu impfen, wäre hingegen nicht sinnvoll.
Wie auch bei anderen Krebsarten kann eine gesunde Lebensweise, zu der eine ausgewogene Ernährung und Nichtrauchen gehören, das Risiko zu erkranken minimieren.
| zurück | zur Übersicht |
|---|




