Akute Bronchitis - Tracheobronchitis - Prävention

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um eine meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursachte Infektion.


Prävention

Was für die gewöhnliche Erkältung gilt, ist auch für die akute Bronchitis richtig: Sie lässt sich nicht völlig vermeiden, aber die Chancen zu erkranken lassen sich vermindern.

Gesunde Lebensführung stärkt das Immunsystem

Es gibt es Menschen, die wesentlich häufiger als andere von der akuten Bronchitis betroffen sind. Dabei spielt die körperliche Verfassung eine wichtige Rolle. Stress, Schlafmangel und unregelmäßige Lebensführung schwächen das Immunsystem, der Körper wird anfälliger für Infekte. Eine Stärkung der Abwehr kann man dementsprechend mit einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung und einer ausgeglichenen Lebensweise erreichen. Dazu gehören auch Stressreduktion, Sport und regelmäßige Bewegung. Manche schwören auf Abhärtung durch Wechselbäder oder regelmäßige Saunagänge. Daneben gibt es Medikamente, die das Abwehrsystem stärken sollen. Dazu zählt vor allem Echinacin (ein Bestandteil des Sonnenhuts, enthalten in Contramutan® oder Esberitox®); die Wirksamkeit ist allerdings nicht bewiesen.

Da Kälte die lokale Abwehr schwächt und damit den Viren das Eindringen in die Schleimhäute erleichtert, soll man sich vor allem vor feuchter Kälte schützen.

Selbst Ansteckung vermeiden

Weitere Vorbeugungsmöglichkeiten betreffen die Ansteckung. Dabei ist die Vermeidung von Kontakt zu Erkrankten die wichtigste Maßnahme. Abstand halten, heißt es hier, und körperliche Nähe meiden. Also: kein Handschlag, Umarmung oder Küsschen zur Begrüßung und regelmäßig die Hände waschen. Wer besonders infektanfällig ist oder eine Erkrankung unbedingt vermeiden will, sollte zu Erkältungszeiten Massenveranstaltungen (wie Konzerte oder Schlussverkauf) und öffentliche Verkehrsmittel meiden. Auch beim Besuch von Arztpraxen ist naturgemäß die Ansteckungsgefahr groß. Wer also nicht unbedingt hin muss, sollte seine Arztbesuche in eine andere Jahreszeit legen.

Schützen Sie andere, wenn Sie erkrankt sind

Wer selbst erkrankt ist, kann durch die Einhaltung weniger Hygieneregeln seine Umgebung vor Ansteckung schützen. Innerhalb der Familie lässt sich eine Übertragung allerdings nur schwerlich verhindern. Dass man sich beim Husten und Niesen die Hand vor den Mund hält, ist nicht nur eine Höflichkeitsregel, sondern auch ein gewisser Schutz gegen die Verbreitung der Viren. Einwegtaschentücher, die nach Gebrauch sofort weggeworfen werden, sind hygienischer als Stofftaschentücher, die in Wäschebehältern aufbewahrt werden und eventuell von einem Angehörigen in die Waschmaschine getan werden müssen.

Quelle: Springer Medizin
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