Prostatavergrößerung - Benigne Prostatahyperplasie - Prävention
Prävention
Gegen das Altern kämpfen Götter selbst vergebens. Da es sich bei der gutartigen Prostatavergrößerung um eine Altersveränderung handelt, ist eine effektive Vorbeugung nicht möglich.
Zu empfehlen ist jedoch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Facharzt für Urologie, um bösartige Veränderungen von den normalen Altersveränderungen abzugrenzen und im Fall einer Krebsbildung die frühzeitige Behandlung und damit potentielle Heilung zu ermöglichen.
Gemäß den gesetzlichen Empfehlungen sollte sich jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich beim Facharzt für Urologie vorstellen. Im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms wird auch eine Kontrolle der Blasenentleerung erfolgen und bei Vorliegen einer Behinderung durch eine vergrößerte Prostata die entsprechende Diagnostik und Therapie eingeleitet.
Obwohl diese jährliche Vorsorgeuntersuchung bereits 1971 vom Gesetzgeber in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt und 1982 und 1986 erweitert wurde (Banz. Nr. 224, 3.12.1986), ist die Akzeptanz der Vorsorgeuntersuchung in der männlichen Bevölkerung gering. Nur zehn bis 20 Prozent der betreffenden Männer nehmen diese Möglichkeit wahr. Je früher eine Behandlung einsetzt, desto wirksamer kann einem Fortschreiten der Erkrankung entgegengewirkt werden. Außerdem kann nur der Arzt feststellen, ob eine Prostatavergrößerung gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) ist. Das Prostatakarzinom lässt sich nur in Frühstadien heilen. Das tückische am Prostatakrebs ist, dass er sich meist in denjenigen Drüsenanteilen entwickelt, die der Harnröhre fern sind. Daher bereitet er üblicherweise erst sehr spät Beschwerden, ähnlich denen einer gutartigen Form der Erkrankung.
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