Lyme-Borreliose - Prävention

Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Hier finden Sie alles zum Thema.


Prävention

Eine Impfung gegen Borreliose ist derzeit nicht verfügbar. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Vorsichtsmaßnahmen, die einen Zeckenbiss und eine damit verbundene Infektion mit Borreliose verhindern können:


  • Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist, den Körper regelmäßig nach Zecken abzusuchen. Diese befinden sich häufig im Bereich der Achseln, der Leisten, des Genitales und des Haaransatzes.

  • Aufgrund ihrer Aktivität ist bei Kindern verstärkt mit einem Zeckenbefall, am gesamten Körper zu rechnen. Suchen Sie möglichst nach jedem Aufenthalt im Freien, die Kinder besonders gründlich ab.

  • Tragen Sie helle Kleidung. Dann können Sie die dunklen Zecken leichter entdecken.

  • Bleiben Sie bei Spaziergängen in der freien Natur auf festen Wegen und vermeiden Sie das Unterholz und hohe Gräser.

  • Tragen Sie lange und möglichst abschließende Kleidung nicht nur an den Beinen, sondern auch an den Armen getragen.

  • Insektenschutzmittel, sogenannte Repellents, wirken ca. zwei bis vier Stunden lang. Bei längeren Unternehmungen müssen sie daher mehrfach angewendet werden.


Sollte es dennoch zu einem Zeckenstich kommen:

  • Falls trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zecke zugebissen hat, muss diese so schnell wie möglich entfernt werden. Da sich die Borrelien im Darm der Zecken befinden, muss die Zecke längere Zeit saugen, bevor der Erreger übertragen wird. In der Regel geschieht dies erst nach 24 Stunden. Entfernt man daher die Zecke frühzeitig, ist das Übertragungsrisiko nur sehr gering.
  • Gehen Sie sofort zum Arzt, sobald Sie eine ringförmige Rötung bei sich entdecken. Je früher Ihr Arzt mit der Behandlung beginnt, desto schneller werden Sie wieder gesund!

Quelle: W. Hellenbrand, G. Poggensee: Zecken auf dem Vormarsch: Borreliose und FSME im Gepäck; Berliner Ärzte; Ärztekammer Berlin; 5/2007; Neuroborreliose; AWMF Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie; 2008; Deutsche Borreliose-Gesellschaft e. V.: Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose; 2008; Robert Koch- Institut Berlin: RKI- Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: Lyme-Borreliose; 2007; P. Altmeyer, M. Bacharach-Buhles (Hrsg.): Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin; Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2008
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