Nierenbeckenentzündung - Pyelonephritis - Prävention
Prävention
Grundsatz der Vorbeugung einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) ist die Vermeidung von Infektionen im unteren Harntrakt (Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung), die Behandlung begünstigender Erkrankungen (Harnsteine, Blasenentleerungsstörungen, Urinrückfluss aus der Blase zur Niere) und die fachgerechte Ausbehandlung einer aufgetretenen Pyelonephritis zur Vermeidung des Wiederauftretens oder einer Chronifizierung.
Bei der Pyelonephritis handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die in der Regel von außen über eine Infektion im unteren Harntrakt, einer Blasenentzündung (Zystitis) und/oder Harnröhrenentzündung (Urethritis), aufsteigt. Daraus ist abzuleiten, dass die Vorbeugung entzündlicher Erkrankungen des unteren Harntraktes mit einer Vermeidung von Infektionen im oberen Harntrakt (Nierenbereich) einhergeht.
Eine umgehende und adäquate Therapie von akuten Blasenentzündungen ist die erste Voraussetzung zum Vermeiden einer Infektion der Nieren.
Liegen begleitende Erkrankungen vor, die eine Pyelonephritis begünstigen, sollten diese umgehend behandelt werden. Dazu gehören: Steinerkrankungen, Blasenentleerungsstörungen, insbesondere im Kindesalter der Rückfluss (Reflux) von Urin zur Niere (so genannter vesiko-uretero-renaler Reflux).
Jede auftretende Pyelonephritis muss sorgfältig ärztlich ausbehandelt werden, um ein Wiederauftreten zu vermeiden.
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