Generalisierte Angsterkrankung (GAE), Angst - Prävention

Das generalisierte Angstsyndrom, maskiert sich hinter einer Vielzahl von Symptome und tritt häufig im Zusammenhang mit einer Depression auf.


Prävention

Bei allen psychischen Erkrankungen gelingt eine effektive Rückfall-Prophylaxe meist nur unter der Kombination von Sozio-, Psychopharmaka- und Psychotherapie. Ein kombiniertes Behandlungskonzept trägt also grundlegend dazu bei, die Lebensqualität der Patienten deutlich zu verbessern.

Die GAE verläuft eher chronisch. Das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, ist für den einzelnen Patienten dennoch unterschiedlich. Insofern sind neben der akuten Besserung auch die langfristige Wirksamkeit und Symptomlinderung wichtige Therapieziele. Menschen, die sich einer kognitiven Verhaltenstherapie unterziehen, fühlen sich nach der Beendigung tendenziell besser.

Es gibt in Ihrem Leben jenseits der Stimmungslage jedoch Faktoren, die bisher nicht identifiziert sind, wenn man Ihnen helfen will, dauerhaft gesund zu bleiben.

Folglich muss die Therapie sich an den Symptomen orientieren. Die umfangreiche und wissenschaftlich fundierte Information und Aufklärung der Bevölkerung gegenüber Psychotherapie könnte vielen Patienten helfen. Die Psychotherapie hat nichts mit "verrückt sein" zu tun. Dieses Wissen lässt den Patienten und seine Umgebung die Therapie akzeptieren und als Chance zur Genesung nutzen.

Doch ist eine richtig dosierte Dauermedikation potenziell in der Lage, für eine anhaltende Symptomfreiheit zu sorgen? Und wenn, mit welchen Medikamenten? Immerhin erachtet einer der in Deutschland führenden Forscher auf dem Gebiet der generalisierten Angststörung, Prof. Dr. M. Linden, Berlin, die SSRI zur Therapie für ungeeignet. Begründung: Es handele sich um eine Denkstörung, die nicht neurobiologisch begründet sei. Andererseits zeigen 60 bis 80 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres nach Absetzen der Medikation eine erneute Zunahme der Symptomatik.

Viele Fragen sind offen, der Bedarf, diese Erkrankung weiter zu erforschen, ist groß.

Eines ist klar: Nach einer erfolgreichen Angsttherapie stehen die Patienten vor der schwierigen Aufgabe, ihr Leben und ihre Beziehungen neu ordnen zu müssen. Hier kann wiederum ein entsprechendes psychotherapeutisches Angebot eine wichtige Hilfestellung sein. Gefragt ist auch die aktive Anteilnahme der Angehörigen.

Quelle: Springer Medizin
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