Leukämie, akut myeloisch - AML - Prävention
Prävention
Nur wenige Ursachen gelten als gesichert für das Auftreten einer akuten Leukämie. Entsprechend schwierig ist es, echte Vorbeugungsmaßnahmen abzuleiten.
Als gesichert gilt der Zusammenhang zwischen einer hohen Strahlenbelastung und dem Auftreten von Leukämien. Dabei sind hohe Strahlenbelastungen solche, wie sie durch die Atombombenexplosionen in Japan am Ende des Zweiten Weltkriegs verursacht wurden. In jedem Fall wurden daraus umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen für Menschen abgeleitet, die beruflich mit ionisierender Strahlung in Kontakt kommen können, wie beispielsweise Arbeiter in Kernkraftwerken.
Für Anwohner in der Nähe von Atomkraftwerken können bislang keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen formuliert werden, da ein Zusammenhang mit einer erhöhten Leukämierate im Umkreis solcher Kraftwerke bislang nicht gesichert werden konnte.
Der Einsatz von Röntgenstrahlen zur Untersuchung gilt nicht als Leukämie auslösend. Trotzdem weiß man, dass sich der Effekt von Röntgenstrahlen im Körper im Laufe des Lebens addiert, und es gilt, dass Röntgenuntersuchungen nur dann durchgeführt werden sollen, wenn sie wirklich notwendig sind. Durch Dokumentation von Röntgenuntersuchungen in besonderen "Röntgenpässen" und Aufbewahren von Röntgenbildern können auch Patienten dazu beitragen, dass unnötige Aufnahmen vermieden werden.
Eine gesunde Lebensweise wird allgemein als Schutz auch vor Krebserkrankungen empfohlen. Dies beinhaltet vor allem
- eine gesunde Ernährung, die viele pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse und Vitamine enthält. Seit 1984 werden von der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society) regelmäßig Leitlinien für solch eine gesunde Ernährung herausgegeben. Der häufige Verzehr von Obst und Gemüse, bevorzugt roh, kann das Risiko senken, an Krebs zu erkranken. Dabei sollten täglich etwa fünf Portionen Obst und Gemüse, am besten roh, verzehrt werden. Zusätzlich gilt, dass vegetarische Lebensmittel zu bevorzugen sind, Getreideprodukte (möglichst vollwertig) sollten mehrmals täglich gegessen werden. Als eigentliche Wirkstoffe des Krebs hemmenden Effekts von Obst und Gemüse wurden mittlerweile die so genannten Antioxydanzien identifiziert. Solche Stoffe schützen den Stoffwechsel vor dem Entstehen freier Radikale, die eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung spielen. Antioxydanzien sind vor allem die Vitamine C und E, Selen und Carotin. Sie entfalten ihre Krebs hemmende Wirkung im Zusammenspiel mit anderen Pflanzenstoffen, den Flavonoiden.
- ein Vermeiden von Übergewicht
- den Verzicht auf das Zigarettenrauchen. Auch für das Passivrauchen sind mittlerweile Zusammenhänge zum Auftreten bestimmter Krebserkrankungen gesichert. Dies gilt besonders für den Lungenkrebs, der bei Angehörigen von Rauchern häufiger auftritt als bei Menschen, die mit Nichtrauchern zusammenleben oder -arbeiten. Auch wenn noch keine Zusammenhänge zwischen Passivrauchen und Leukämie-Risikoerhöhung durch Studien dokumentiert sind, so sollten doch Nichtraucher durch ihre Angehörigen oder den Arbeitgeber vor der Belastung durch Zigarettenrauch in ihrer Umgebung geschützt werden.
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