Bauchaortenerweiterung - Aortenaneurysma - Prävention
Prävention
Die meisten Erweiterungen der Bauchschlagader entstehen als Folge von arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäße. Diesen Veränderungen kann man wirksam vorbeugen. Aber selbst wenn bereits ein Aneurysma besteht, kann man einiges tun, um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
Wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Aortenaneurysmen ist es, erhöhte arterielle (vor allem die diastolischen, also die unteren) Blutdruckwerte medikamentös zu behandeln. Diese Medikamente müssen von einem Arzt verschrieben werden.
Aber auch der Patient selbst ist gefordert: Eine gesunde Lebensführung verringert die Gefahr eines Aneurysmas. Dazu gehört vor allem das Einstellen des Nikotinkonsums und die Vermeidung oder Verminderung erhöhter Blutfett- oder Blutzuckerwerte durch eine gesunde Ernährung mit wenig Fett und Zucker, aber vielen Vollkornprodukten und Gemüse.
Verwandte ersten Grades von Patienten, die an einem Bauchaortenaneurysma leiden, haben ein erhöhtes Risiko ebenfalls betroffen zu sein. Sie sollten sich einer Ultraschall-Untersuchung des Bauches unterziehen. Diese Maßnahme ist schmerzlos und sehr gut geeignet, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.
Liegt bereits eine Erweiterung der Bauchschlagader vor, so sollte diese regelmäßig alle drei bis sechs Monate durch eine Ultraschall-Untersuchung kontrolliert werden. Vor allem eine konsequente Einstellung der Blutdruckwerte ist entscheidend, um der Hauptkomplikation, dem Zerreißen der Schlagader (Aortenruptur), vorzubeugen.
Körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden. Ebenso sollte für einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang gesorgt werden, da die Druckerhöhung im Bauch beim Pressen (z.B. bei Verstopfung) zu einem Zerreißen des Aneurysmas führen kann.
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