Basaliom - Basalzellenkrebs - Prävention

Als häufigster Tumor der äußeren Haut wächst das Basaliom infiltrierend und setzt nur selten Tochtergeschwülste. Es gilt als gut behandelbar.


Prävention

Konsequenter Schutz vor UV-Strahlung schon in jungen Jahren trägt wesentlich dazu bei, der Entstehung eines Basalioms vorzubeugen. Eltern tragen hierbei eine hohe Verantwortung für ihre Kinder, zumal die Haut von Kindern gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich ist. Ein Sonnenbrand weist eindeutig darauf hin, dass der Betroffene sich in zu hohem Maße der UV-Strahlung ausgesetzt hat

Allgemein ist von ausgiebigem Sonnenbaden abzuraten. Im Sommer sollte man sich insbesondere zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht, nicht der prallen Sonne aussetzen. Günstiger ist es, sich im Schatten aufzuhalten. Zu beachten ist, dass auch dort die UV-Strahlung sehr intensiv sein kann, insbesondere in südlichen Urlaubsländern. Allgemein ist es empfehlenswert, im Badeurlaub wie auch zu Hause statt Badehose oder Bikini leichte Kleidung zu tragen, die mit langen Ärmeln und Hosenbeinen die UV-Strahlung von der Haut abhält. Das Gesicht kann mit einem Sonnenhut geschützt werden. Zusätzlich sollte auf Gesicht und alle weiteren nicht von der Kleidung bedeckten Körperregionen ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Dabei ist zu beachten, dass die meisten Sonnenschutzmittel zwar die UV-B-, nicht aber die ebenfalls Krebs auslösende UV-A-Strahlung filtern.

Bei zu langem Aufenthalt in der prallen Sonne schützt wiederholtes Auftragen eines herkömmlichen Lichtschutzmittels unter Umständen zwar vor einem Sonnenbrand, aber nicht vor Veränderungen der Erbsubstanz in Zellen der Oberhaut, die möglicherweise zur Bildung von Basaliomen und anderen Hauttumoren wie zum Beispiel dem schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) führen können.

Für das Risiko der Entstehung eines Basalioms ist weniger die Zahl der Sonnenbrände als vielmehr der so genannte kumulative Lichtschaden der Haut maßgeblich. Unter kumulativem Lichtschaden versteht man den Gedächtnislichtschaden, der sich im Laufe von Jahrzehnten ansammelt. Daher können zum Beispiel zahlreiche Solariumsbesuche das Risiko, später an einem Basaliom zu erkranken, unter Umständen weitaus deutlicher erhöhen als ein einzelner Sonnenbrand. Auch wenn unter anderem im Solarium oder bei Anwendung herkömmlicher Lichtschutzmittel eine UV-Exposition ohne Sonnenbrand möglich ist, sollte immer bedacht werden, dass trotzdem ein zunächst unbemerkter Lichtschaden hervorgerufen wird.

Die Haut vergisst nichts!

Die wichtigsten Eigenschaften ultravioletter (UV-) Strahlung

UV-A: Energieärmer (langwelliger) als UV-B

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne sowie im Solarium;

Wirkungen:

  • schnelle Bräunung
  • vorzeitige Hautalterung (Falten, Pigmentverschiebungen)
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an Hautkrebs zu erkranken (Basaliom; malignes Melanom = schwarzer Hautkrebs)

UV-B: Energiereicher (kurzwelliger) als UV-A

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne;

Wirkungen:

  • langsame Bräunung
  • Sonnenbrand
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an Hautkrebs zu erkranken (Basaliom; malignes Melanom = schwarzer Hautkrebs)

UV-C: energiereicher (kurzwelliger) als UV-A und UV-B

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne; gelangt wegen der Filterwirkung der Erdatmosphäre praktisch nicht in die Nähe der Erdoberfläche

Quelle: Springer Medizin
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