GIST / gastrointestinale Stromatumoren - Diagnose

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind bösartige Weichteiltumoren im Magen-Darmtrakt. Erst seit geraumer Zeit werden sie als eigenständige Krebsart angesehen und behandelt.


Diagnose

In vielen Fällen werden gastrointestinale Stromatumoren (GIST) zufällig im Rahmen einer Spiegelung des Magens (Gastroskopie) oder Darms (Koloskopie) entdeckt. Da sie oft in der Tiefe des Gewebes liegen und von gesunder Schleimhaut bedeckt sind, werden sie nicht selten übersehen. Aus verdächtigen Bereichen können Gewebeproben entnommen und diese anschließend mikroskopisch begutachtet werden (Biopsie).

Ebenfalls zur Diagnostizierung von GIST geeignet sind Ultraschall* (Sonografie), Computertomografie* (CT) mit Kontrastmittel und Magnetresonanztomografie* (MRT). Sie spielen vor allem bei Tumoren eine Rolle, die in den unteren Abschnitten des Dünndarms oder an der Außenseite von Magen oder Darm liegen und mithilfe der Spiegelung nicht sicher erkannt werden können. Zudem erlauben die bildgebenden Verfahren eine Einschätzung darüber, wie weit sich ein Tumor vor Ort bereits ausgedehnt bzw. in andere Organe ausgebreitet hat.

Glossar

Computertomografie (CT): Bei der Computertomografie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem mithilfe von Röntgenstrahlung Schnittbilder aus dem Körperinneren angefertigt werden. Der Patient befindet sich bei der Untersuchung auf einer Liege in einer Röntgenröhre. Diese sendet Röntgenstrahlung aus, Detektoren messen, wie stark die ausgesendete Strahlung vom Gewebe im Körper abgeschwächt wird. Daraus werden Schnittbilder berechnet. Je strahlendurchlässiger das Gewebe ist, desto dunkler stellt es sich im CT-Bild dar. Gewebe, das die Strahlung weniger gut durchlässt, also abschwächt, erscheint hell. Mithilfe eines Kontrastmittels kann der Kontrast zwischen den verschiedenen Geweben noch erhöht werden. Quelle: Krebsinformationsdienst des Krebsforschungszentrums Heidelberg, http://www.krebsinformationsdienst.de/ (Stand: 12.11.2010)

Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie): Bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Magnetfeldern Bilder aus dem Körperinneren erzeugt. Eine Belastung mit Röntgenstrahlung entsteht dabei nicht. Der Patient befindet sich bei der Untersuchung auf einer Liege in einer Röhre, die ein Magnetfeld aussendet. Dadurch werden die Wasserstoffatome in den Körpergeweben beeinflusst, was durch entsprechende Detektoren gemessen und in Bilder umgewandelt werden kann. Durch die unterschiedliche Verteilung der Atome ergeben sich für die verschiedenen Körpergewebe unterschiedliche Messdaten und Bilder. In der Krebsdiagnostik wird die Magnetresonanztomografie eingesetzt, um Informationen über die Lage und Ausdehnung von Tumoren zu erhalten. Quelle: Krebsinformationsdienst des Krebsforschungszentrums Heidelberg, http://www.krebsinformationsdienst.de/ (Stand: 12.11.2010)

Ultraschall (Sonografie): Bildgebendes Verfahren, bei dem die unterschiedliche Ausbreitung von Ultraschallwellen im menschlichen Körper eine Rolle spielt. Die Ultraschallwellen mit einer Frequenz von 20 Kilohertz bis 1 Gigahertz werden an den Grenzschichten zwischen Geweben unterschiedlich stark reflektiert. Aus den zurückgeworfenen Schallwellen berechnet das Ultraschallgerät ein Bild, auf dem sich unterschiedliche Gewebetypen darstellen. Quelle: Internisten im Netz.de, Gesundheitsportal des Berufsverbands Deutscher Internisten e. V., http://www.internisten-im-netz.de/ (Stand: 12.11.2010)

Autor: Kathrin Sommer

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