Myopie / Kurzsichtigkeit - Diagnose
Diagnose
Kurzsichtigkeit wird durch eine augenärztliche Untersuchung festgestellt. Dabei wird in der Regel zuerst die Brechkraft der Augen gemessen. Anschließend wird untersucht, wie gut das subjektive Sehvermögen ist, in das neben dem Abbildungsvermögen des Auges auch die bewusste Wahrnehmung des Abgebildeten eingeht.
Die Brechkraft des Auges wird mittels eines Apparats bestimmt, der einen Lichtstrahl durch die Pupille des Patienten schickt. Aus dem von außen sichtbaren Abbildungsmuster kann dann die Brechkraft des Auges ermittelt werden.
Die Brechkraft allein lässt jedoch keinen Rückschluss auf das tatsächliche Sehvermögen der Patienten zu. Deshalb prüft der Arzt mit einer Sammlung von Linsen, bei welcher Korrektur der Patient am besten sehen kann. Die zuvor bestimmte Brechkraft des Auges dient dabei als erste Orientierung für die Auswahl der Testlinsen.
Die Bestimmung der Sehkraft erfolgt z.B. mittels einer Tafel, auf der Buchstaben in unterschiedlicher Größe abgebildet sind. Die Sehkraft (der Visus) ist umso höher, desto kleinere Buchstaben noch korrekt erkannt werden. Sie ist nicht von der Brechkraft des Auges abhängig. Sowohl Kursichtige als auch Normal- und Weitsichtige können eine gute oder schlechte Sehkraft haben. Die Sehkraft verbessert sich jedoch, wenn eine vorhandene Fehlsichtigkeit ausgeglichen wird.
Autor: Jan Groh
Grehn F, Leydhecker W. Augenheilkunde (26. Auflage). Berlin, Heidelberg, New York, Barcelona, Budapest, Hong Kong, London, Mailand, Paris, Tokyo 1995
Clin Exp Optom. 2003 Sep;86(5):289-94 http://www.optometrists.asn.au
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