Morbus Parkinson - Diagnose
Diagnose
Die Diagnosestellung setzt sich aus der Befragung, der klinischen Untersuchung des Patienten und weiteren Methoden, wie Bild gebende Verfahren zusammen. Im besten Fall geschieht dies durch einen erfahrenen Arzt, möglichst einen Neurologe.
Akinese und ein weiteres Symptom wie Ruhetremor (keine oder eingeschränkte Bewegung), Rigor (steife Muskulatur) oder posturale Instabilität (Unsicherheit in der Haltung und beim Gehen) sind hinweisend für einen Morbus Parkinson. Details erfährt der Arzt aus der Befragung, der Beobachtung des Gangbildes, der Mimik oder der Bewegungsausführung sowie durch die neurologische Untersuchung. Zu letzterer zählen u.a. Tests, die Aussagen zu Muskelkraft, -steife, Beweglichkeit, Empfindungsstörungen oder Bewegungskoordination zulassen.
Bild gebende Verfahren wie Computer- oder Magnetresonanz-Tomografie dienen vor allem dazu andere Ursachen von Parkinson-Syndromen wie z.B. Tumoren auszuschließen. Im Verlauf sollte der Patient mindestens alle sechs Monate untersucht werden, jährlich eine Einstufung der Erkrankungsschwere (Zunahme, Verschlechterung, Gleichbleiben der Beschwerden, Erfassung neu auftretender Symptome) erfolgen.
In einigen Fällen werden Untersuchungen wie der L-DOPA-Test oder spezielle computertomografische Techniken nötig. L-DOPA stellt eine Vorstufe des Dopamins dar und wird im Körper nach Einnahme in Dopamin umgewandelt. Beim L-DOPA-Test erhalten die Patienten etwa einen Monat lang L-DOPA: Bei Besserung der Beschwerden gilt ein Morbus Parkinson als sicher. Spezielle Computertomografien können vor allem im Frühstadium nützlich sein, sie zeigen die Menge der Dopamin produzierenden Zellen in der Substantia nigra an. Weitere Analysen wie urologische Untersuchungen bei Blasenstörungen, Riechtests oder transkranieller (durch die Schädeldecke) Ultraschall werden bei entsprechend bestehenden Beschwerden nötig.
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