Takayasu-Arterienentzündung - Diagnose
Diagnose
Die einfachste Untersuchung, die bei Verdacht auf Takayasu-Arteriitis durchgeführt werden sollte, ist das beidseitige Tasten des Armarterienpulses und die seitenvergleichende Blutdruckmessung. Im Erkrankungsfall fehlen einseitig oder beidseits die Armarterienpulse, die Blutdruckmessung ergibt Seitenunterschiede von mehr als 20 mmHg.
Darüber hinaus können weitere Untersuchungen nützlich sein, das Ausmaß der Erkrankung zu erfassen:
Das Elektrokardiogramm (EKG)
Typische EKG-Befunde werden im Falle des entzündlichen Befalls der Herzkranzgefäße gefunden. Hier zeigen sich Zeichen der Mangeldurchblutung der Herzmuskulatur, möglicherweise auch Rhythmusstörungen.
Laboruntersuchungen
Bei Verdacht auf einen akuten Entzündungsschub der Takayasu-Arteriitis kann die Erhöhung folgender Laborwerte hinweisend auf diese Erkrankung sein:
- Blutsenkungsgeschwindigkeit
- weiße Blutkörperchen im Blutbild
- C-reaktives Protein
Mithilfe einer zweidimensionalen Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader lassen sich Hinweise auf das Vorliegen einer Takayasu-Arteriitis gut erkennen. Dies sind typischerweise gleichförmige, durchgehende Verdickungen der Arterienwand, die nicht Schallschatten gebend sind
Kontrastmitteldarstellung
Konnte mithilfe der bisher erwähnten Untersuchungen die Erkrankung der Takayasu-Arteriitis nicht eindeutig nachgewiesen werden, so ist die Durchführung einer Kontrastmitteluntersuchung der Arterien erforderlich. Hierbei wird ein flüssiges Kontrastmittel in eine Arterie gespritzt und die Verteilung des Kontrastmittels im Röntgenfilm beobachtet. Typische Befunde im Kontrastmittelbild, die für das Vorliegen einer Takayasu-Arteriitis sprechen, sind Verengungen oder Verschlüsse im Bereich der Hauptschlagader und/oder deren Hauptäste.
Ist die Kontrastmitteldarstellung der Arterien unauffällig, so kann damit das Vorliegen einer Takayasu-Arterienentzündung sicher ausgeschlossen werden.
.
Darstellung von Arterienverengungen im Röntgenbild mit Kontrastmittel. Das linke Bild zeigt die Verengung einer Halsschlagader kurz oberhalb ihrer Abzweigung aus der Hauptschlagader. Rechts erkennt man eine Einengung der Hauptschlagader oberhalb der Teilungsstelle in die beiden Bein- und Beckengefäße.
| zurück | zur Übersicht | weiter |
|---|




