Angina pectoris - Herzenge - Diagnose

Stechende Schmerzen in der Herzgegend, Atemnot - Symptome einer Angina pectoris und Hinweis auf die Gefahr eines Herzinfarkts. Alles zum Thema hier.


Diagnose

Wenn Sie Brustschmerzen, wie in der Rubrik Symptome beschrieben, verspüren, müssen Sie sofort einen Arzt verständigen.Zwar sind die meisten Brustschmerzen auf andere Ursachen als auf eine Angina pectoris zurückzuführen, wegen der Gefährlichkeit dieser Gefäßenge am Herzen muss aber die ärztliche Abklärung erfolgen. Erklären Sie Ihrem Arzt die Umstände und die Art der Beschwerden. Wie lange sie anhielten, wie oft sie auftraten, was Sie getan haben, um die Schmerzen zu beenden.

Der Arzt wird Sie dann körperlich untersuchen, das Herz genau mit dem Stethoskop auskultieren und ein EKG schreiben, das eventuell den Anfall dokumentiert. Genauso gut kann es sein, dass man dort aber gar nichts erkennen kann. Und er wird Blut entnehmen, um anhand der Herzenzyme die Schädigung des Herzmuskelgewebes einschätzen zu können. Wenn ein akuter Herzinfarkt ausgeschlossen werden kann, wird auch noch ein Belastungs-EKG durchgeführt.
Hierbei lassen sich Angina-pectoris-Beschwerden, die bei steigender Belastung auftreten, genauestens aufzeichnen. In vielen Fällen werden zur genauen Einschätzung der Beschwerden und ihrer Gefährlichkeit weiterhin ein Langzeit-EKG, eine Echokardiographie und eine nuklearmedizinische Untersuchung (Herzmuskelszintigraphie) erforderlich sein. In einigen Fällen ist schließlich noch eine Koronarangiographie notwendig. Diese stellt den Blutfluss innerhalb der Herzkranzgefäße (Koronararterien) dar sowie Einengungen des Innendurchmessers, die Auslöser der Angina-pectoris-Beschwerden sein können.

Verschiedene Untersuchungsmethoden:

  • Das Herz besteht aus zahlreichen Muskelfasern, deren Erregungszustand sich an der Hautoberfläche ableiten und graphisch darstellen lässt. Dazu werden sechs oder zwölf Elektroden am Brustkorb aufgeklebt.

    Jede Muskelzelle weist an ihrer Zellmembran ein elektrisches Potenzial auf. Die Summe der Potenziale aller erregten Muskelfasern erzeugt im EKG einen typischen Ausschlag. Die Elektrokardiographie ist eine einfache, schmerzlose und völlig nebenwirkungsfreie Untersuchung, die in Krankenhäusern und vor Operationen routinemäßig durchgeführt wird. Sie gibt unter anderem Aufschluss über Herzfrequenz, Herzrhythmus sowie Hinweise auf eine Herzvergrößerung, fehlerhafte Erregungsausbreitung und bestehende oder abgelaufene Herzinfarkte sowie deren Abgrenzung zu einem Angina-pectoris-Anfall.

  • Eine relativ schonende Methode zur Bestimmung der Herzmuskeldurchblutung bietet die Nuklearmedizin.

    Unter Belastung auf einem Fahrradergometer wird eine radioaktive Substanz in die Armvene injiziert und im Anschluss eine computergestützte Aufnahme des Herzen gemacht. Auf den Bildern stellt sich die zuvor injizierte Substanz dann an den Stellen des Herzmukels dar, die noch ausreichend durchblutet werden.

Quelle: Springer Medizin
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