Akute Bronchitis - Tracheobronchitis - Diagnose
Diagnose
Bei komplikationslosem Verlauf sind bei der akuten Bronchitis keine besonderen Untersuchungen notwendig. Erst beim Verdacht etwa auf eine Lungenentzündung wird der Arzt Röntgenaufnahmen und mikrobiologische Untersuchungen veranlassen.
Bei anhaltenden oder heftigen Beschwerden oder chronischer Lungenerkrankung zum Arzt!
Viele Menschen gehen bei einer akuten Bronchitis gar nicht zum Arzt. Sie kennen die Symptome selbst gut genug, um zu wissen, wann es einen mal wieder erwischt hat.
Sind die Beschwerden bei einer akuten Bronchitis besonders hartnäckig, anhaltend oder tritt höheres Fieber (etwa über 39 Grad) auf, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gleiche gilt, wenn zusätzliche Beschwerden wie Luftnot, übermäßige Schwäche, hartnäckige Kopfschmerzen, eitriger oder blutiger Auswurf auftreten. Patienten mit einer chronischen Erkrankung der Lunge oder der Atemwege sollten allerdings frühzeitig ihren behandelnden Lungenfacharzt aufsuchen, da bei ihnen die Erkrankung oft schwerer verläuft und oft intensivere Therapiemaßnahmen notwendig sind.
Bei einer unkomplizierten akuten Bronchitis kann der Arzt meist schon nach der Schilderung der Beschwerden die Diagnose stellen. Bei Beteiligung der oberen Atemwege wird der Blick in den Rachen die Diagnose dann meist bestätigen. Hier zeigt sich eine Rötung, eventuell sind die Mandeln vergrößert und die Zunge belegt. Bei der Untersuchung des Halses können sich schmerzhaft vergrößerte Lymphknoten finden. Bei einer begleitenden Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) besteht oft ein Klopfschmerz über der Stirn oder den Wangen.
Das Abhören der Lunge (Auskultation) gehört zu den wichtigen Untersuchungen, hier wird nach Hinweisen für eine Lungenentzündung (Pneumonie) gesucht. Gelegentlich kommt es im Rahmen einer akuten Bronchitis zu Verengungen der Atemwege, was dann mit dem Stethoskop als sogenanntes Giemen und Brummen gehört werden kann. Auch Schleim in den Atemwegen verursacht typische Geräuschphänomene.
Wann sind zusätzliche Untersuchungen notwendig?
Ergeben sich aus der Untersuchung Verdachtsmomente für eine Lungen- oder eine Nasennebenhöhlen-Entzündung, so kann eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder der Nasennebenhöhlen notwendig sein. Eine Lungenentzündung kann nur durch eine Röntgenaufnahme sicher ausgeschlossen oder diagnostiziert werden.
Blutuntersuchungen werden eventuell bei Verdacht auf einen bakteriellen Infekt eingesetzt. Der Arzt entnimmt hierfür Blut aus einer Vene in der Ellenbeuge. Das Blut wird dann auf Entzündungszeichen hin untersucht. Zum Einsatz kommt hierfür die Blutsenkung, das CRP (C-Reaktives-Protein, ein Eiweiß, das bei Entzündungen vermehrt gebildet wird) und die Bestimmung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blutbild. Bei Verdacht auf eine Infektion (zum Beispiel eine Lungenentzündung) mit einem untypischen Erreger kann es gelegentlich sinnvoll sein, mikrobiologische Untersuchungen durchzuführen. Dabei kann zum einen versucht werden, den Erreger direkt in einer Körperflüssigkeit (Auswurf, Sekret in der Lunge) nachzuweisen. Zum anderen wird danach gesucht, ob der Körper Abwehrstoffe gegen einen bestimmten Erreger gebildet hat. Ist dies der Fall, gilt das als Hinweis für eine Infektion mit diesem Erreger.
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