Rachenmandelwucherung - Adenoide - Diagnose
Diagnose
Bei ausgeprägter Rachenmandelvergrößerung fallen oft bereits beim Anschauen des Kindes der offen stehende Mund, die laufende Nase und eine blasse Haut auf. Dieses ganz typische Bild wird von den Ärzten als Facies adenoidea (Gesichtsausdruck bei vergrößerter Rachenmandel) bezeichnet.
Am Beginn der Untersuchung steht die Befragung der Eltern durch den HNO-Facharzt, Kinderarzt oder Hausarzt nach der bisherigen Krankengeschichte. Hierbei interessiert besonders die Häufigkeit von Infekten der oberen Luftwege, das Bestehen von eitrigem oder wässrigem Schnupfen, das Auftreten von Ohrenentzündungen, das Bestehen einer Schwerhörigkeit oder von nächtlichem Schnarchen. Die bisherige Sprachentwicklung wird ebenfalls erfragt.
Danach erfolgt eine komplette Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Untersuchung, wobei insbesondere die Ohren (mit dem Mikroskop), die Mundhöhle und die Nase mit einem Nasenspiegel beurteilt werden. Hierbei spielt die direkte Untersuchung des Nasenrachenraumes durch Endoskopie der Nasenhaupthöhle eine wesentliche Rolle. Nach Abschwellung und Betäubung der Nasenschleimhaut mit einem Spray wird ein zirka 2,5 Millimeter dünner Stab schmerzlos in die Nase eingeführt. Beim Blick durch dieses Endoskop kann der HNO-Arzt die Nasenhöhle und den Nasenrachen vollständig einsehen. Bei Kleinkindern ist diese Untersuchung jedoch nicht immer möglich. Zur Beurteilung einer möglichen Miterkrankung der Mittelohren wird ein Hörtest (Audiogramm) und eine Mittelohrdruckmessung (Tympanogramm) durchgeführt.
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Nasenspiegelung mit einem Spekulum
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Nasenspiegelung mit einem Endoskop
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