Epilepsie / Anfallsleiden / Fallsucht - Diagnose

Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu unkontrollierten Entladungen der Nervenzellen, quasi zu einem Gewitter im Gehirn.


Diagnose

Grundlage für die Diagnosestellung sind eine umfassende Untersuchung sowie ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt (Kinder- oder Erwachsenen-Neurologe, Neuropädiater, Epileptologe). Dabei wird zunächst geklärt, wann, unter welchen Bedingungen und wie der erste Abfall abgelaufen ist.

  • Gab es mögliche Auslöser, wie Schlafmangel, Stress, Fieber, Unterzuckerung
  • Sind vor dem Anfall Verhaltensauffälligkeiten aufgetreten?
  • Hatte der Betroffene vor dem eigentlichen Anfall einen nur Sekunden andauernden ersten Anfall ohne Bewusstseinstrübung oder ein Vorgefühl, eine sogenannte Aura? Dies kann sich auch als Déjà-vu-Effekt, Kribbeln oder plötzliches Hochgefühl äußern.
  • Wie lange dauerte der epileptische Anfall genau?
  • Was ist dabei passiert?
  • Waren die Augen geöffnet oder geschlossen, starr oder verdreht?
  • Hat der Betroffene das Bewusstsein verloren oder war er noch ansprechbar?
  • Kam es zu wiederholten Bewegungen im Gesicht oder an Armen oder Beinen?
  • Sind starre Verkrampfungen oder Zuckungen aufgetreten?
  • Kam es zu Stöhnen oder Schreien?
  • War der Betroffene nach dem Anfall klar oder wirkte er desorientiert?

Quelle: Springer Medizin / Letzte Überarbeitung: Redaktion SpringerGesundheit, 13.12.2010
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