Nierenbeckenentzündung - Pyelonephritis - Diagnose
Diagnose
Die Diagnose der Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) beruht auf der Krankengeschichte, dem körperlichen Untersuchungsbefund und der Auswertung des Urinbefunds. Die Untersuchung des Blutes und die Durchführung von Ultraschall- und/oder Röntgenuntersuchungen dient dem Ausschluss beziehungsweise dem Erkennen von begleitenden und komplizierenden Erkrankungen im Urogenitalbereich.
Anamnese
Die Vorstellung beim Hausarzt oder Urologen ist unumgänglich. Nach sorgfältigem Erheben der Krankengeschichte (Anamnese) und Feststellen der Symptome wird der Arzt den Patienten gründlich untersuchen.
Körperliche Untersuchung
Erhöhte Temperaturen, Klopf- und Druckschmerz im Flanken- und Unterbauchbereich untermauern den Verdacht auf eine Infektion im Nierenbereich.
Urinuntersuchung
Die Analyse des Urins bringt Gewissheit. Typischerweise sind Bakterien, weiße und rote Blutkörperchen nachweisbar. Der Urin gelangt dann zur weiteren Aufarbeitung ins mikrobiologische Labor. Dort werden die Bakterien isoliert und die Bakterienart bestimmt. Des Weiteren erfolgt eine Austestung, welches Antibiotikum geeignet ist, die nachgewiesenen Bakterien abzutöten. Diese Untersuchungen im Labor dauern etwa 60 Minuten. Durch die Anamnese, die körperliche Untersuchung und die Urinuntersuchung kann die ärztliche Diagnose der akuten Pyelonephritis gestellt werden.
Ultraschalluntersuchung
Zum Ausschluss komplizierender Erkrankungen wird der Urologe noch eine Ultraschalluntersuchung durchführen.
Im Bereich der Nieren wird eine Harnabflussstörung (Harnstauung) ausgeschlossen. Diese ist jedoch häufig bei einem im Harnleiter festsitzenden Stein nachweisbar. In diesem Fall muss umgehend für einen Urinabfluss (zum Beispiel durch eine so genannte Harnleiterschiene, Nierenfistel) gesorgt werden, da der im Nierenbecken stehende, bakteriell infizierte Urin den Stein auf normalem Wege nicht umfließen kann. Durch dieses Abflusshindernis kann es zu gravierenden Komplikationen wie einer Eiteransammlung im Gewebe (Abszess) und einer lebensbedrohlichen Allgemeininfektion (Urosepsis) kommen.
Im Bereich der Blase kann mit dem Ultraschall die Entleerungsfunktion geprüft werden. Wird die Harnblase nicht vollständig entleert, ist der in der Blase verbliebene Urin mit dem Ultraschall nachweisbar.
Röntgenuntersuchung
Bei Verdacht auf ein Harnsteinleiden kann in der Mehrzahl der Fälle die Lage des oder der Steine im Harntrakt mit einer Röntgenuntersuchung bestimmt werden. Dazu wird der Patient von der Schwester in die Röntgenabteilung gebracht. In Rückenlage wird ein Übersichtsröntgenbild vom Bauchraum angefertigt. Die meisten Harnsteine sind im Röntgenbild schattengebend und werden deshalb auf diesem Bild erkannt.
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