Karies - Zahnfäule - Diagnose

Karies ist eine Erkrankung der Zähne, bei der Bakterien die lokalisierte Auflösung von Zahnhartsubstanz bewirken. Hier finden Sie alles zum Thema.


Diagnose

Wenn keine Schmerzen vorliegen, wird der Zahnarzt routinemäßig alle Zähne untersuchen.

Erschweren größere Mengen harter und weicher Beläge die Beurteilung der Zähne, werden zunächst diese Beläge entfernt. Dann werden die Zähne mit Druckluft getrocknet und eine erste Begutachtung kann mithilfe des Auges und eines kleinen Spiegels erfolgen. Dabei werdenmit einem feinen Tastinstrument Füllungs- oder Kronenränder und unter Umständen freiliegendes Dentin abgetastet.

Um Karies in den nicht einsehbaren Bereichen auszuschließen, werden Röntgenbilder von den Zahnkronen (Bissflügelaufnahmen) angefertigt. Auf diesen Röntgenbildern kann Karies zwischen den Zähnen und eventuell unter alten Füllungen erkannt werden.

Kommt der Patient mit Schmerzen in einer bestimmten Region oder kann er sogar den schmerzenden Zahn genau zeigen, wird der Zahnarzt zunächst den Patienten befragen:

  • Wann sind die Schmerzen das erste Mal aufgetaucht?
  • Wie lange bestehen die Schmerzen bereits?
  • Treten die Schmerzen auch ohne einen äußeren Reiz, wie zum Beispiel beim Essen und Trinken auf?

Ungünstig für den Erhalt des Zahnmarks ist zum Beispiel nächtlicher Zahnschmerz und Schmerz ohne äußeren Reiz.

Anschließend wird der Zahnarzt den Zahn gezielt untersuchen. Dazu gehört das vorsichtige Beklopfen des Zahns in horizontaler und vertikaler Richtung, um einen Hinweis zu erhalten, ob der Zahnhalteapparat (Parodont) oder der Bereich der Wurzelspitze entzündet ist.

Ein Kältetest, bei dem der Zahnarzt eine kalte Wattekugel an den Zahn hält, kann einen Hinweis darauf geben, ob das Zahnmark unauffällig, entzündet oder abgestorben ist. Besonders zur Diagnose eines abgestorbenen Zahnnervs sind elektrische Testungen geeignet. Wenn der durch das Gerät gegebene elektrische Impuls auch bei maximaler Einstellung vom Patienten nicht gespürt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Nerv abgestorben ist, sehr hoch.

Bei unklarem Befund und vor der Einleitung nicht rückgängig zu machender Eingriffe, zum Beispiel dem Beginn einer Wurzelkanalbehandlung, sollte ein Röntgenbild angefertigt werden.

Quelle: Springer Medizin
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