Burn-out-Syndrom
Definition
Eine einheitliche Definition des Burn-out-Syndroms gibt es nicht. Mit diesem relativ neuen Begriff wird jedoch der Zustand der Erschöpfung und Kraftlosigkeit bezeichnet, der besonders Menschen in sozialen Berufen trifft.
„To burn out“ ist ein englischer Begriff und bedeutet „ausbrennen“. Seit Mitte der 1970er Jahre wird das Gefühl des „Ausgebranntseins“, der Erschöpfung und Kraftlosigkeit als Burn-out-Syndrom bezeichnet. Rein medizinisch betrachtet, ist das Burn-out-Syndrom kein eigenständiges Krankheitsbild. Es kann mit psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen einhergehen.
Es gibt allerdings eine Reihe von verschiedenen Definitionen für das Burn-out-Syndrom. Zusammenfassend gilt für die meisten: Burn-out ist ein Zustand der körperlichen sowie geistigen Erschöpfung und der Desillusionierung (Frustration). Der davon Betroffene findet kaum noch Mut und Motivation, um seine Arbeit im gewohnten Ausmaß auszuführen. Oft sind bzw. waren Menschen mit Burn-out-Syndrom besonders hoch motiviert am Anfang der Arbeit. Ziele und Erwartungen werden jedoch oft nicht erfüllt, Enttäuschung ist die Folge. Dazu kommen bei vielen Betroffenen nachteilige Arbeitsbedingungen mit zu hohen, kaum erfüllbaren Anforderungen. Oftmals fehlen zudem effektive Strategien, um „Arbeitsfrust“ zu bewältigen.
Häufig trifft das Burn-out-Syndrom Menschen in sozialen Berufen, aber auch pflegende Angehörige. Dazu gehören u.a. Lehrer, Ärzte oder Menschen in Pflegeberufen.
Sven Max Litzcke, Horst Schuh: Stress, Mobbing und Burn-out am Arbeitsplatz. Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007: 4. Auflage
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