Cellulite, Orangenhaut
Definition
Unter Cellulite (Zellulite), im Volksmund auch Orangenhaut genannt, versteht man eine Dellenbildung der Haut, die besonders Frauen betrifft und meist an Oberschenkeln und Gesäß, manchmal auch an Bauch und Oberarmen auftritt. Bis zu 80 Prozent der Frauen über 20 Jahre sollen eine Cellulite haben, die Angaben dazu schwanken jedoch. Auch wenn es bestimmte Risikofaktoren gibt, die die Entstehung der Orangenhaut fördern, ist sie doch vor allem genetisch bedingt und kann jede Frau treffen – ob dick oder dünn, sportlich oder unsportlich, Raucherin oder nicht. Bei Männern entwickelt sich Cellulite nur in seltenen Fällen, was an der unterschiedlichen Struktur des Bindegewebes von Männern und Frauen liegt.
Wichtig ist es, die Cellulite von der Cellulitis zu unterscheiden. Letztere bezeichnet eine Entzündung des Unterhautgewebes, die im Gegensatz zur Cellulite Krankheitswert hat und ärztlicher Behandlung bedarf. Die Orangenhaut dagegen empfinden zwar viele als unästhetisch und kann in ausgeprägten Fällen bei den betroffenen Frauen durchaus zu psychischen Problemen führen, ist für sich genommen aber harmlos und nicht gefährlich für die Gesundheit.
Cellulite als Thema der Westzeit des Radiosenders WDR2
„Die neue Beulenpest“; FAZ, 02.Juli 2007
Benninghoff, Drenckhahn: Anatomie, Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie, Band 2; Urban & Fischer, 16. Auflage 2004
Frew K, Katz B: The efficacy of a Diode Laser with contact cooling and suction in the treatment of cellulite.
Fritsch: Dermatologie, Venerologie; Springer 2. Auflage 2004
| zur Übersicht | weiter |
|---|






