Gebärmutterhalskrebs - Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs - in der Fachsprache Zervixkarzinom genannt - ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen.

Gebärmutterhalskrebs - in der Fachsprache Zervixkarzinom genannt - ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Jährlich treten weltweit etwa 500.000 Fälle neu auf, 230.000 Patientinnen versterben. Veränderungen in den Zellen, die sehr wahrscheinlich durch eine Virus-Infektion hervorgerufen werden, führen über verschiedene Vorstadien zu der Krebserkrankung.

Vor allem Frauen im mittleren Lebensalter sind betroffen. Meist tritt die Krankheit zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr erstmalig auf. Zellveränderungen oder Krebsvorstufen werden jedoch oft schon viel früher - am häufigsten bei Frauen zwischen 20 und 40 Jahren - festgestellt.

Umfassende Vorsorge- und Früherkennungsprogramme in der westlichen Welt haben dazu geführt, dass die Zahl der Patientinnen mit fortgeschrittenem Zervixkarzinom und die Zahl der Todesfälle in den letzten Jahren stark gesunken sind. Mit Abstrichen an Muttermund und Gebärmutterhals können bösartige Veränderungen oft schon frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Vorsorge spielt bei dieser Krebsart eine große Rolle, denn typisch für die Erkrankung ist ein sehr langer Entstehungsprozess. Gebärmutterhalskrebs beginnt häufig mit Entzündungen im Bereich des Muttermundes. Betroffen sind zunächst Oberflächenzellen (Plattenepithel). Diese Zellen verändern sich im Laufe der Zeit sehr langsam über verschiedene Krebsvorstufen zu Krebszellen. Der Prozess kann bis zu 15 Jahre dauern. Sind erst einmal Krebszellen vorhanden, breitet sich die Erkrankung weiter aus, ausgehend von den Oberflächenzellen zunächst in tiefere Schichten, dann auf angrenzende Organe wie Scheide und Gebärmutterkörper. Auch andere Bauchorgane wie Blase und Darm können befallen werden. Über den Anschluss an Lymphbahnen erfolgt die Ausbreitung der Tumorzellen in Lymphknoten. Seltener gelangen Krebszellen in die Blutbahn und bilden dann Absiedlungen (Metastasen) in Organen wie Lunge oder Knochen.

Quelle: Springer Medizin
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