Arzneimittelexanthem
Definition
Unter einem Arzneimittelexanthem versteht man eine Hautreaktion, die durch Arzneimittel hervorgerufen wird. Exanthem ist der Fachausdruck für großflächig auftretende Hautveränderungen jeder Ursache.
Arzneimittelexantheme sind häufig allergisch bedingt. Echte allergische Reaktionen werden durch eine Reaktion des Immunsystems auf das Antigen ausgelöst. Jeder Stoff, der eine Allergie auslöst, wird als Allergen bezeichnet. Allergene sind wiederum eine Unterart der Antigene, von Stoffen also, gegen die der Körper Antikörper bildet. Daneben gibt es auch die Möglichkeit einer nicht durch das Immunsystem vermittelten Hautreaktion; diese nennt man Intoleranzreaktion oder pseudoallergische Reaktion. Arzneimittel sind häufige Auslöser allergischer Hautreaktionen.
Als Arzneimittelexantheme werden unerwünschte Wirkungen (auch Nebenwirkungen genannt) von Arzneimitteln auf die Haut oder Schleimhaut bezeichnet. Der Kontakt mit dem Arzneimittel als Antigen ist auf zweierlei Weise möglich:
- Durch direkten Kontakt auf die Haut, bei Arzneimitteln also in Form von Salben, Pudern, Lösungen.
- Durch eine systemische Wirkung. Das heißt, dass das Arzneimittel in den Blutkreislauf aufgenommen wird und auf den ganzen Organismus wirken kann. Die häufigsten Formen der innerlichen Aufnahme von Arzneimitteln sind das Einnehmen von beispielsweise Tabletten (orale Aufnahme) oder Spritzen.
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