Bluthusten - Hämoptyse

Unter Bluthusten versteht man das Abhusten von Blut oder blutig gefärbtem Auswurf.


Definition

Als Bluthusten wird das Abhusten von reinem Blut (Hämoptoe) oder blutig gefärbtem Auswurf (Hämoptyse) bezeichnet. Von massiver Hämoptoe spricht man, wenn die ausgehustete Menge reinen Blutes mehr als 100 bis 300 Milliliter täglich erreicht. 300 Milliliter entsprechen etwa dem Inhalt von etwa zwei Tassen.

Blutungen aus dem Nasen- und Rachenraum oder dem Magen-Darm-Trakt lassen sich nicht immer von einer Blutung aus der Lunge unterscheiden. Auch bei starkem Nasenbluten oder Blutungen aus dem Magen kann verschlucktes Blut anschließend abgehustet werden. Diesen scheinbaren Bluthusten bezeichnet man als Pseudohämoptyse. Der Betroffene kann selbst oft nicht unterscheiden, woher das Blut stammt.

Die Diagnose Bluthusten gibt es nicht, denn Diagnose im engeren Sinn bedeutet, dass bestimmte Symptome einer Krankheit zugeordnet werden können. Bluthusten ist aber wie jeder Husten keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit verschiedenen Ursachen. Bei zahlreichen Erkrankungen der Lunge kann Bluthusten als Symptom auftreten. Aber auch bei Herzerkrankungen kommt Bluthusten vor.

Quelle: Springer Medizin
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