Magenschleimhautentzündung - Gastritis
Definition
Unter einer Gastritis versteht man eine Entzündung der Magenschleimhaut, von der die obersten Schleimhautanteile betroffen sind, die tieferen Wandschichten des Magens aber intakt sind. Leider herrscht bei der Diagnose Gastritis eine beträchtliche Begriffsverwirrung. Eine Magenschleimhautentzündung hat kein typisches Beschwerdebild und kann sogar völlig ohne Symptome verlaufen. Sie kann daher nicht klinisch, sondern nur durch eine Magenspiegelung mit Untersuchung von Gewebeproben aus dem Magen diagnostiziert werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Gastritis jedoch häufig für ein Beschwerdebild mit Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl et cetera benutzt.
So besteht oft ein Widerspruch zwischen der eigentlichen Bedeutung des Begriffs Gastritis und der gebräuchlichen Verwendung: Einerseits können Patienten mit einer nachgewiesenen Magenschleimhautentzündung völlig beschwerdefrei sein und bedürfen manchmal auch keiner Therapie. Andererseits wird bei manchen Patienten die Diagnose einer Magenschleimhautentzündung aufgrund von verschiedenen Beschwerden gestellt, ohne dass die entsprechenden Schleimhautveränderungen mit einer Magenspiegelung nachgewiesen wurden. Vielfach leiden diese Patienten dann eigentlich nicht unter einer Gastritis, sondern unter anderen Erkrankungen wie zum Beispiel einem Reizmagen, einem Magengeschwür oder sogar unter Erkrankungen anderer Bauchorgane.
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