Schlafapnoesyndrom - Atemaussetzer im Schlaf
Definition
Experten schätzen, dass in Deutschland ein bis zwei Millionen Menschen an der gefährlichen Form des Schnarchens, dem Schlafapnoesyndrom leiden.
Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS)/Schlafapnoe
Der Verschluss der oberen Luftwege ist Folge der stärker verringerten Muskelspannung des Rachens im Schlaf, der engeren Atemöffnung bei Übergewicht oder von angeborenen Fehlbildungen sowie der verstärkten Atemarbeit bei Übergewicht oder Lungenerkrankungen. Die Rachenwände werden noch stärker als beim Schnarchen durch den entstehenden Unterdruck nach innen gezogen, so dass sie sich im schlimmsten Fall völlig schließen. Besonders leicht kann dies an der natürlichen Engstelle des Rachens passieren, wo Gaumensegel und Zungenwurzel nahe beieinander liegen.
Dieses Krankheitsbild tritt typischerweise bei Männern im mittleren Alter und mit leichtem Übergewicht auf und ist mit Schnarchen, vom Partner beobachteten Atempausen während des Schlafs und vermehrter Tagesmüdigkeit verbunden. Die Ursache besteht in einem immer wiederkehrenden kompletten Verschluss der Luftwege im Bereich des weichen Gaumens und des Rachens (Oropharynx) gefolgt von häufigem, kurzen Erwachen, dem so genannten arousal,an das der Schläfer sich am nächsten Morgen nicht mehr erinnern kann, da es nur drei bis 15 Sekunden dauert.
Bei ausgeprägtem Schlafapnoesyndrom kann es zu vielen hundert Atempausen pro Nacht kommen, dementsprechend oft werden die Betroffenen auch wach. Die Belastung für den Organismus ist enorm, denn aufgrund dieser Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut zum Teil drastisch ab, was zu einer Unterversorgung lebenswichtiger Organe wie Herz und Gehirn und zum Aufwachen führt.
Upper-Airway-Resistance Syndrome (UARS)/Starkes Schnarchen
Während es beim OSAS kurzzeitig zum vollständigen Kollaps und damit Verschluss der oberen Atemwege kommt, sind die Luftwege beim Upper-Airway-Resistance-Syndrome (UARS) nur teilweise verschlossen. Auch durch den teilweisen Verschluss wird der Atemwegswiderstand erhöht. Die Folge: Es kommt zum typischen Schnarchgeräusch. Auch beim UARS treten Veränderungen der beiden Blutgase Sauerstoff und Kohlendioxid auf, so dass der Betroffene ebenfalls häufige Weckreaktionen aus dem Schlaf heraus (arousals) hat und auch tagsüber verstärkt dazu neigt, einzuschlafen.
Das starke Schnarchen dieser Personen verhindert den Tiefschlaf und damit die Erholungsphasen im Schlaf.
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