Gicht - Arthritis urica
Definition
Die Gicht ist eine Erkrankung, bei der es durch einen erhöhten Harnsäuregehalt im Blut zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen im Bindegewebe (insbesondere Haut, Gelenke) und eventuell in inneren Organen kommt.
Harnsäure entsteht beim normalen Abbau von Purinen (ein Bestandteil jeder Zelle) im Körper. Purine können einerseits über bestimmte Nahrungsmittel, zum anderen beim Abbau von körpereigenen Zellen (im Körper werden ständig Zellen auf- und abgebaut) vermehrt im Körper anfallen. Harnsäure wird als normales Abbauprodukt dieser Purine durch die Niere ausgeschieden. Wenn vermehrt Purine anfallen, muss auch vermehrt Harnsäure gebildet und ausgeschieden werden. Wenn dem Körper vermehrt Purine zugeführt werden, zum Beispiel mit Fleisch und Innereien (die viele zelluläre Bestandteile enthalten), oder aber die Harnsäure nicht ausreichend ausgeschieden wird, kann das den Harnsäuregehalt im Blut derart erhöhen, dass es zur Bildung von Harnsäurekristallen kommt, die dann im Gelenk ausfallen. Die Harnsäurekristalle verursachen eine Gelenkentzündung. Ein erhöhter Harnsäurespiegel allein ist noch keine Gicht. Die Gicht als Erkrankung ist definiert durch das Auftreten von Krankheitszeichen, zum Beispiel einem Gichtanfall. Obwohl sie durch eine Stoffwechselstörung ausgelöst wird, zählt die Gicht zu den rheumatischen Erkrankungen, weil sie den Bewegungsapparat angreift.
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Die Gicht befällt als erstes häufig das Großzehengrundgelenk. Im Röntgenbild sieht man vor allem die Weichteilschwellung am großen Zeh. Der Patient bemerkt die Gicht an den typischen Zeichen einer Entzündung: Rötung, Schwellung und Schmerz. Bleibt die Gicht unbehandelt, kann sie zu Gelenkveränderungen, und schließlich zur Gelenkzerstörung führen.
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