Schizophrenie
Definition
1911 prägte der Psychiater Eugen Bleuler den Begriff Schizophrenie. Die Schizophrenie ist eine relativ häufige Erkrankung. Sie scheint in allen Ländern und Kulturen gleich häufig aufzutreten. Das Risiko, daran zu erkranken, liegt für die Gesamtbevölkerung bei einem Prozent.
Es handelt sich um eine psychische Erkrankung (endogene Psychose), die meist um das 20. Lebensjahr herum beginnt und mit einem Verlust des Strukturzusammenhangs der Persönlichkeit und mit einer Spaltung von Denken, Affekt und Erleben einhergeht. Diese durch die Schizophrenie ausgelösten Persönlichkeitsveränderungen führen in der Folge zu schwerwiegenden sozialen Problemen, denn Schizophrene sind von Reizen und Informationen aus ihrer Umwelt überfordert und können sie immer oder phasenweise nicht mehr realitätsgerecht verarbeiten.
Übrigens:
- Im Gegensatz zu früheren Auffassungen geht man heute davon aus, dass das schizoide Temperament nicht mit einer schizophrenen Erkrankung in Zusammenhang steht! Als schizoid bezeichnet man Persönlichkeitseigenschaften wie Autismus, Affektivitätsambivalenz, Ungeselligkeit, Introvertiertheit, Verbergen starker Emotionen, Rückzug von der Realität.
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